Japan-Infos
die alte japanische Flagge   
Japan

Das Land der aufgehenden Sonne
    aktuelle japanische Flagge



Selbst ein Weg mit Tausend
Meilen beginnt mit einem
Schritt.
Japanische Weisheit

Die Geduld nicht verlieren,
auch wenn es unmöglich scheint,
das ist Geduld
Japanische Weisheit
Deckblatt
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Präfekturen (Hokkaido, Tohoku, Chuba, Kanto, Kinki, Chugoku, Shikoku, Kyushu, Okinawa)
Die japanische Bevölkerung
Politik und Staat
Die japanische Wirtschaft
Die japanische Geschichte (Jomon-Kultur, Yayoi-Kultur, Yamato- Epoche, Nara Epoche, Heian Epoche, Kamakura Epoche, Muromachi Epoche, Azu-Momoyama-Epoche, Edo-Epoche)
Der Staat Japan heute
Die japanische Sprache und Währung
Die japanische Schrift
Architektur
Flora und Fauna
Religion in Japan (Shintoismus, Buddhismus, Tempel und Schreine, Begräbnisse, Christentum)
Japan - ein traditionelles Land?
Kimono und Yukata
Feste und Feiertag
Schule und Bildung
Familie und Hochzeiten in Japan
Korrektes Verhalten
Höflichkeitsregeln
Sitztechniken und Sitzordnung
Geschenke und Schenken
Wie verbringen Japaner ihre Freizeit
Medien
Essen und Trinken
Verkehr
Unterkünfte in Japan
Theater
Musik
Sport
Kunst und Handwerk
Samurai
Anhang:
japanische Vokabeln
Japanische Politik
Die Geisha
Quellennachweis


Japan-Karte
Geografie

Japan hat eine Gesamtfläche von 377.801 km². Es besteht aus 60% Wald, 13% Ackerland und 2% Wiesen und Weiden. Es dehnt sich von Nord Ost nach Süd West 3.000 km und von West nach Ost 300 km aus und liegt zwischen dem 24° und den 46° nördlicher Breite und 123° und 146° östlicher Länge. Das Land bildet einen langen Bogen um China, Korea und Russland und besteht aus etwa 4.000 Inseln. Die Küstenlänge beträgt 29.751km. Japan hat 9 Regionen, 44 Präfekturen (japanisch Ken), 2 Stadtpräfekturen (japanisch Fu) in Osaka und Kyoto und einen Hauptstadtbezirk (japanisch to) Tokio. Die Regionen sind Hokkaido, Tohoku, Chubu, Kanto, Kinki, Chugoku, Shikoku, Kyushu und Okinawa. Die Hauptstadt und gleichzeitig auch größte Stadt Japans ist Tokio (japanisch Tokyo). Auf die Regionen und Präfekturen mit ihren Sehenswürdigkeiten wird in einem extra Kapitel eingegangen.
Der höchste Berg in dieser hügeligen Gegend ist der Fudschijama mit 3776m. Der größte See ist der Biwa-See mit 695km².
Die Japaner nennen ihr Land Nihon oder Nippon, was soviel wie "Land der aufgehenden Sonne im Deutschen bedeutet. Der Name Japan ist von dem chinesischen Japuen abgeleitet.



Regionen und Präfekturen

Hokkaido
Karte von Hokkaido

Hokkaido hat sehr wenig bewohnte Fläche, daher kann man in Hokkaido die japanische Landschaft und Fauna am besten erkunden. Sie besitzt eine Vielzahl von Thermalquellen und Wander- und Campingmöglichkeiten. Die Wintersportmöglichkeiten sind erstklassige und man kann viele Tiere in freier Wildbahn erleben.
In vor- und frühgeschichtlicher Zeit wurde Ezo, dass war der damalige Name von Hokkaido, von den japanischen Bewohnern auf Honshu kaum beachtet. Die Ureinwohner der Insel, die Ainu, sind mit sibirischen Stämmen verwandt.
Im 16. Jahrhundert kamen Einwanderer von Honshu auf die Insel und bevölkerten den Südwesten. Die neue Regierung in der Meji Restauration ermutigte die Japaner sich auf der Insel niederzulassen und sie bekam den Namen Hokkaido. Bei der Erschließung der Region wurden ausländische Experten zu Rate gezogen, so ähnelt die Stadt Sapporo sehr der amerikanischen Bauweise.

Ursprünglich bestand die Bevölkerung auf Hokkaido aus einer Vielzahl von ethnischen Gruppen, die heute unter der Bezeichnung Ainu zusammengefasst werden. In der Sprache der Ainu bedeutet Ainu "Mensch". In der Meji Restauration kam es dazu, dass die Bewohner von Honshu langsam nach Hokkaido zogen. Die Ainu hatten schnell ihre Eigenständigkeit verloren. Vor der Restauration lebten sie vom Fischfang, Jagen und Sammeln. Die japanische Kultur ersetzte ihre Sprache, ihre Art zu wohnen und sich zu kleiden. Da ihre Sprache über keine Schriftform verfügt, werden die älteren Ainu wohl die Traditionen und Vielzahl an Sagen und Liedern mit ins Grab nehmen. Noch immer werden die Ainu von den Japanern diskriminiert. Es fehlt ihnen an Grundbesitz und finanziellen Mitteln, um sich dagegen zu Wehr zu setzen.
Typische Gerichte dieser Region basieren auf den verschiedensten Meeresfrüchten. Sie sind bekannt für die Krabben-Nudeln, die Krabben-Ramen. Und die Milchprodukte aus Hokkaido wie Käse, aber auch Eiskrem und Sahne-Karamel-Bonbons sind sehr beliebt in ganz Asien. Ein typisches Getränk ist wohl das beliebteste japanische Bier: Das zünftige Sapporo-Bier.
Das Sapporo Yuki Matsuri, dass Schneefest, Anfang Februar gehört zu den Hauptereignissen auf Hokkaido. Es werden riesige Kunstwerke aus Eis ausgestellt.
Sehenswürdigkeiten sind die Städte Sapporo und Hakodate. Hokkaido besitzt 5 Nationalparks: Rishiri-Rebun-Sarobetsu-, Daisetsuzan-, Shiretoko-, Akan- und Shikotsu-Toya-Nationalpark.


Tohoku
Karte von Tohoku

In Tohoku erlebt man die traditionelle japan-ische Lebensweise. In den vulkanischen Bergen liegen hunderte von heißen Quellen und die langen Felsküsten sind atemberaubend schön.
Während der Meiji-Restauration wurde diese Region stark vernachlässigt. Erst nach dem 2. Weltkrieg begann man damit Tohoku industriell zu fördern. Trotzdem ist diese Gegend bis heute agrarisch orientiert und gilt unter den Bewohnern des übrigen Landes als rückständig.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehört unter anderem Aizu Wakamatsu - das ehemalige Machtzentrum des Aizu-Clans, mit der Tsuruga-Burg. Des weiteren sollte man den Bandai-san und Umgebung besuchen. Es ist ein Vulkan der 1888 zum letzten Mal ausbrach. Matsushima und seine Inseln gehören neben Miyajima und Amano-hashidate zu den 3 schönsten Landschaften Japans.


Chuba
Karte von Chuba

Chuba ist ein zentraler Teil Japans und erstreckt sich zwischen Kyoto und Tokio. Es gliedert sich in drei geografische Regionen mit deutlichen klimatischen und landschaftlichen Unterschieden. Die nördliche Region liegt am Japanischen Meer und ist eine zerklüftete Küstenlandschaft mit oftmals sehr rauem Klima. Im Inland liegen die Japanischen Alpen. Die dritte Region ist die dichtbesiedelte Pazifikküste, die sich zu einem Industriegebiet entwickelt hat.
Die reizvollsten Reiseziele Chubus liegen im Inland und an der Nordküste. In diesen Landesteilen findet man einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Japans. Dazu gehören z.B. gut erhaltene Bauwerke in traditioneller Bauweise, wie in Takayama und im Kiso-Tal, sowie Berglandschaften und Wandergebiete in der Nagano-Präfektur. An der Nordküste lohnt sich ein Ausflug nach und in die Umgebung von Kanazawa, einem kulturellen und künstlerischen Zentrum.


Kanto
Karte von Kanto

Kanto umfasst die Präfekturen Gumma, Tochigi, Ibaraki, Saitama, Tokyo, Kanagawa und Chiba, Gumma, Tochigi und Ibaraki. Tokyo, Saitama, Kanagawa und Chiba sind geprägt vom Ballungszentrum Tokyo-Yokohama. Yokohama war vor 150 Jahren noch ein sumpfiges unbebautes Gebiet, nach der Öffnung des Landes wurde der Hafen Yokohama zum einzigen Hafen in Tokyos Umgebung, der für ausländische Handelsschiffe geöffnet war. Von diesem Zeitpunkt aus dehnte sich die Stadt kontinuierlich aus und ist nun mit über 3 Millionen Einwohnern mit Tokyo zusammengewachsen.
Nur wenige Kilometer von dieser stark besiedelten Umgebung entdeckt man reizvolle Landschaften und beliebte Ausflugsziele. Die Halbinsel Dagoshima dient vielen Tokyotern als Zufluchtsort an Wochenenden und ist dementsprechend touristisch vermarktet und überlaufen. Man sollte sich Kamakura und Nikko auf keinen Fall entgehen lassen und auch die Vielzahl an Schwefelquellen in Owakudani sollte man besuchen. Die wichtigsten Städte sind, ohne Frage, Tokio und Yokohama.


Kinki
Karte von Kinki

In Kinki hat sich ein bedeutender Teil japanischer Geschichte abgespielt und viele Traditionen haben hier ihre Wurzeln. Ein anderer Name für diese Region ist Kansai, was soviel heißt wie "westlich der Schranke".
Kyoto, einer der wichtigsten Städte in dieser Region, war von 794 bis 1868 Hauptstadt Japans und Nara von 710 bis 794. Beide Städte sind heute Anziehungspunkte für Tausende von Touristen. Osaka und Kobe sind Zentren von Handel und Industrie und speziell Osaka hat sich zu einer sehr kosmopolitischen Stadt entwickelt.
Zwei bedeutende Attraktionen in der Mie-Präfektur sind der Ise-Schrein und die Küstenlandschaften der Shima-Halbinsel. In der Wakayama-Präfektur sollte man unbedingt dem Koya-san Tempelkomplex, einem buddhistischen Zentrum, einen Besuch abstatten.

Die Region ist für ihre zahlreichen Quellen bekannt. Die bedeutensten Onsen sind zum Beispiel: die Shirahama Onsen, die zu den drei besten in Japan gehört, die Katsuura Onsen, wohl das bekannteste Onsen in diesem Gebiet ist "Bokido" (vergessenes Onsen), so benannt, da ein Feudalherr aus Wakayama vergaß, nach Hause zurückzukehren, als er hier ein Bad nahm. Die Arima Onsen ist eines der ältesten Onsen Japans.
Kyoto und Nara, die ehemalige Zentren der Macht in Japan sollte man nicht verpassen, wenn man nach Japan reist. Auch Osaka und Kobe sind einen Besuch wert. Das Himeji mit seiner bekannten Burg, das Amanohashidate mit der "Brücke zum Himmel" und Kanazawa an der Nordküste sind wichtige Sehenswürdigkeiten. Der Ise-Schrein, Toba und die Perleninsel in der Mie-Präfektur sind von wichtigster Bedeutung in dieser Präfektur.


Chugoku
Karte von Chugoku

Chugoku besteht aus dem, für japanische Verhältnisse, dürr besiedelten Norden, der San-in-Küste, mit der historisch interessanten Stadt Hagi und der dicht besiedelten Südküste San-yo, mit den vielen kleinen Inseln in der Inlandsee. Die interessantesten Ziele sind hier Hiroshima und Kurashiki, sowie Okayama und Kurashiki, die die schönsten Gärten Japans beherbergen.
In der Okayama-Präfektur spielt auch die Legende von einem Pfirsichjungen namens Momotaro. Er entstieg einem Pfirsich und mit Hilfe von einem Affen, einem Fasan und einem Hund besiegte er einen dreiäugigen, dreizehigen menschenfressenden Dämonen.


Shikoku
Karte von Shikoku

Japans viertgrößte Insel Shikoku lebt von der Landwirtschaft und das in stiller Abgeschiedenheit. Es gibt also dementsprechend sehr wenig Touristen in dieser Gegend. Mit dem Bau der Seto-ohashi, eine Brücke, die Shikoku mit Honshu verbindet, hat sich daran auch nicht viel verändert.
Eine Attraktion dieser Insel ist die 88-Tempel Pilgerwanderung. Diese Pilgerstrecke ist die berühmteste Japans und wird auch als Kobo Daisho Wanderung bezeichnet. Kukai, der nach seinem Tode Kobo Daisho wurde, zählt zu den größten Heiligen Japans. Er gründete die buddhistische Shingon-Sekte. Man sagt, er hätte alle 88 Tempel persönlich besucht. Die Strecke ist ca. 1000 km lang. Die Pilger (henro) tragen einen Strohhut (kasa), weiße Gewänder (hakui) und einen Stab (otsue) in der Hand. Auf ihre Gewänder stempeln sie die roten Siegel der Tempel, die sie besuchten.


Kyushu
Karte von Kyushu

Die südlichste der 4 großen japanischen Inseln hat immer eine bedeutende Rolle im Kontakt mit dem Ausland gespielt. Über sie sind ausländische Einflüsse und fremde Kulturen in das Land geflossen. Während der Isolation Japans war die holländische Siedlung in Nagasaki die einzige Verbindung zur Außenwelt. Sie liegt Korea und China am nächsten und von hier aus hat die Yamamoto-Familie ihre Macht auf Honshu ausgedehnt. Viele Zeugen der ältesten Kulturen Japans findet man in den Ausgrabungsstätten um Miyazaki und den Felsschnitzereien von Usuki.
Die berühmteste Stadt dieser Gegend ist Nagasaki, die durch den Atombombenabwurf 1945 bekannt wurde. Das Zentrum der Insel bildet das Vulkanmassiv des Berges Aso, weitere Vulkane befinden sich im Süden bei Sakurajima. Es gibt viele Onsen auf Kyushu. Beppu ist eines der beliebtesten Thermalbäder in Japan.
Das Klima der Insel ist wesentlich milder als der in anderen Teilen Japans.
Fukuoka oder auch Hakata ist die größte Stadt dieser Insel. Sehenswert sind vor allem die Keramikorte Imari und Arita. Den Kirishima Nationalpark sollte man sich nicht entgehen lassen, da man dort Wanderwegen durch fast unwirkliche Vulkanlandschaften vorfindet.


Okinawa
Karte von Okinawa

Okinawa ist die südlichste Präfektur Japans und besteht aus 57 Inseln, einschließlich der Miyako- und der Yaeyama-Gruppe und der Hauptinsel Okinawa. Das Klima ist subtropisch. Man findet dort also ein regelrechtes Paradies voller farbenprächtiger Blumen, die das ganze Jahr über blühen.
Die Okinawa-Inseln bildeten seit jeher eine Brücke zwischen der chinesischen und der japanischen Kultur. Für die oftmals bedauernswerten Inselbewohner bedeutete dies, dass sie nicht selten von beiden Seiten stark beeinflusst wurden und werden.
Im 12. bis zum 14. Jahrhundert waren die Inseln ein selbständiges Königreich. Im 14. Jahrhundert dominierte dann der chinesische Einfluss und es wurden enge Beziehungen mit der Ming-Dynastie unterhalten. Im 15. Jahrhundert wurde ganz Okinawa unter die Herrschaft der Sho-Dynastie gestellt und die Zeit von 1477 bis 1525 wird als das goldene Zeitalter in der Geschichte Okinawas bezeichnet. 1609 fielen aber die Truppen des japanischen Satsuma-Königreiches von Süd-Kyushu ein und regierten die Bewohner Okinawas mit eiserner Hand. Die Inseln wurden in dieser Zeit gnadenlos ausgebeutet. 1879 erhielten sie dann den Status einer Präfektur Japans.



Die japanische Bevölkerung

In ganz Japan leben ca. 126.510.000 Menschen. Davon sind 98.9% Japaner, 0.5% sind Koreaner, 0.2% sind Chinesen, 0.1% sind Brasilianer und zu anderen Nationalitäten gehören 0.3%. Je Quadratkilometer sind das 334,8 Menschen.
Tokio ist die größte Stadt Japans und hat 11.771.819 Einwohner. Yokohama ist die zweitgrößte Stadt und hat eine Einwohnerzahl von 3.307.408. Osaka hat eine Einwohnerzahl von 2.602.352, Nagoya eine von 2.152.258, Sapporo hat 1.756.968 Einwohner, Kyoto hat 1.463.601 Einwohner, Kobe beherbergt 1.423.830 Einwohner, in Fukuoka wohnen 1.284.741 Menschen, in Kawasaki sind es 1.202.811, in Hiroshima leben 1.108.868 Menschen und in Kita-Kyushu sind es 1.019.522 Menschen.
Die japanische Flagge wurde offiziell am 8.8.1854 gehisst. Banner mit einer Sonnenscheibe gibt es schon seit den ersten Überlieferungen. Weiß symbolisiert Rechtschaffenheit und Rot Mut.
Die Natinalshymne besteht aus den Grundlagen der Gedichte von Kaiser Diago (898-930) Die Melodie stammt von Hiromori Hayashi. Die anerkannte Natinalhymne ist von 1893 und wurde von Franz Eckert umgeschrieben.



Politik und Staat

Die Staatsführung als Symbol des Staates und der Einheit des japanischen Volkes hält der Kaiser inne. Zur Zeit betreut Kaiser Akihito dieses Amt. Er ist seit 1989 auf dieser Position.
Die Regierungsführung ist dem Premierminister vorbehalten. Seit 2001 begleitet Junichiro Koizumi dieses Amt.
Die Staatsform ist eine parlamentarische Monarchie, wobei der Kaiser nur repräsentative Funktionen inne hält.
Die Verfassung besteht seit 1947 und wurde nach US Vorgaben geschrieben. Es war das Ende der Kaiserlichen Göttlichkeit.
Das politische System besteht aus einem Zwei-Kammern-Parlament (jap. Kokkai). Mit dem Unterhaus (jap. Shugiin) mit 500 Abgeordneten, die auf 4 Jahre gewählt werden, und dem Oberhaus (jap. Sangiin) mit 252 Mitgliedern, von denen die Hälfte alle 3 Jahre auf 6 Jahre gewählt werden. Das allgemeine Wahlrecht ist ab 20 Jahre.
Seit dem 5.10.1999 regiert eine Drei-Parteien-Koalition aus der Liberaldemokratischen Partei (LDP), der Konservativen Partei (Hoshuto) und der Neuen Komeito. Die Koalition verfügt über eine solide Mehrheit im Unterhaus und im Oberhaus.
Die Opposition besteht aus der Demokratische Partei (DP), der Kommunistische Partei Japans (KPJ) und der Sozialdemokratischen Partei (SDP).



Die japanische Wirtschaft
Reisanbau in Japan

15% der Gesamtfläche Japans sind landschaftlich nutzbar. Angebaut werden hauptsächlich Reis, Obst, Gemüse, Weizen und Sojabohnen bei intensiver Bewirtschaftung. Japan ist aber nicht angewiesen auf diese Anbauten, denn Japan ist die bedeutendeste Fischereination der Welt. Die Perlenzucht hat ebenfalls einen großen Stellenrang in der japanischen Wirtschaft eingenommen.
Die Bodenschätze in Japan sind sehr gering. Geringe Mengen von Kohle, Blei-, Zink-, Kupfer-, Eisenerze und Eisensande werden abgebaut. Kohle, Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Manganerz, Gold und Silber werden gefördert.
Japan ist neben der Fischerei auch führend im Schiffbau, in der Herstellung von Kameras und Motorrädern und größter Automobil-hersteller der Welt. Die Produktionen von Fernsehgeräten, synthetischen Fasern, Zement, Roheisen und Rohstahl in Japan befindet sich auf dem zweiten Platz der Weltproduktionsordnung. Von Bedeutung ist aber auch die Nähmaschinen- und Uhrenherstellung und die Flugzeug-, chemische und Textilindustrie. Japan ist besonders in der Elektrizitätserzeugung auf Ölimporte angewiesen.

Fischerei in Japan
Importländer sind die USA, die EU-Länder, VR China (Volksrepublik China), Australien, die Republik Korea, Indonesien und Taiwan. Japan importiert meist Nahrungsmittel, Getränke, Tabak, Mineralische Brennstoffe, Textilien, Maschinen und Ausrüstungen.
Exportländer sind die USA, die EU-Länder, Taiwan, Hongkong, VR China (Volksrepublik China) und die Republik Korea. Japan exportiert Industrie-, Büromaschinen, Elektrogeräte, -maschinen, Autos, Halbleiter, Metall, Metallprodukte und Chemikalien an diese Länder.

Die japanische Geschichte
dogu, Figur aus der Jomon-Kultur

Jomon-Kultur (10.000-150 v.Chr.) Die Herkunft der Japaner ist bis heute unklar. Aber festgestellt wurde, das vor etwa 150.000-10.000 Jahren die sogenannten Peking- oder Java-Menschen Japan bewohnt hatten. Archäologische Funde bestätigen aber schon steinzeitliches Leben vor etwa 20 000 Jahren. Es wird vermutet, dass die Ureinwohner über Landbrücken von Sibirien oder Korea kamen. Eine andere Theorie ist, dass diese Menschen vielleicht Seefahrende Polynesier waren.
Sie waren Jäger, Fischer, Wurzel- und Nusssammler und lebten in vertieften Endhöhlen. Es wird vermutet, dass um 1.000 vor Christus schon kleinere Wohngemeinschaften gebildet wurden. Hauptsächlich ernährten Sie sich aber von Schalentieren wie Muscheln, da große Mengen an Muschelschalen aus dieser Zeit gefunden wurden. Typisch für diese Zeit sind üppig verzierte Keramiken und frei geformte Gefäße.
660 vor Christus, so erzählt eine Saga, wurde das erste japanische Reich gegründet, nachdem Jimmu-tenno das Land Yamato (das heutige Japan) erobert hatte, dies wurde jedoch von Archäologen für unwahrscheinlich erklärt.
Der Name für diese Zeit wurde von den japanischen Wörter für die typischen Tonscherbenfunde, die mit Schnüren verziert waren, abgeleitet. (jo= Schnur, mon= Muster)


Werkzeugspitzen aus Stein

Yayoi-Kultur (250 v. Chr.-300 n. Chr.) Aus China kam der bewässerte Reisanbau und die Verwendung von Eisen und Bronze wurde eingeführt. Auch die Töpferscheibe wurde, dank China, in Japan bekannt. In der Nähe von Tokio wurden viele Tongefäße aus dieser Zeit gefunden. Bei Nord-kyushu wurden Funde von typischen Zeremonial Geräten wie Lanzenspitzen gefunden. Bei Nara fand man Glocken, die in dieser Gegend typische Zeremonial Geräte sind. Die Keramiken wurden aus rotem Ton gebrannt und zum Teil bemalt oder poliert mit Schnur- und Kammmuster.
Der Name dieser Zeit wurde nach der ersten Fundstätte bei Tokio (yayoi) benannt.

Amaterasu, Sonnengöttin aus dem Shintoismus

Yamato- Epoche (300-710) Das Herrscherhaus Yamato vereinigte Japan ca. 400 nach Christus. Der Staatsname war Yamato. Sie behaupteten direkte Nachkommen der Sonnengöttin Amaterasu, eine Göttin aus dem shintoistischen Glauben, der zu dieser Zeit Staatsreligion war, zu sein und führten den Kaisertitel tenno ein. Zu dieser Zeit beeinflusst China Japan sehr stark. Im 5. Jahrhundert hatten die Japaner chinesische Schriftzeichen erlernt, die japanischen Chroniken wurden aber erst im 7. Jahrhundert etwas zuverlässiger.
Nicht nur aus China kamen viele Impulse. Japan hielt seinen kulturellen Austausch mit China über Korea aus und auch aus Korea selbst kamen viele Impulse. So kam die Hausbautechnik, das medizinische Wissen, die Musik, die Literatur und vor allem buddhistische Schriften nach Japan. Im 6. Jahrhundert reisten viele koreanische Gelehrte und Handwerker ins Land um ihr Wissen zu verbreiten. Korea war das Bindeglied zwischen dem noch jungen und noch primitiven Japan und dem kulturell hoch entwickelten China.
Zu dieser Zeit kam es auch zu Kämpfen mit dem König von Koguryoo, im Bündnis mit dem koreanischen Königreich Paekche. Die Japanischen Herrscher kontrollierten einige Zeit das Gebiet Mimana im Süden der koreanischen Halbinsel.

Im Jahr 538 kommt über Korea, durch Buddhastatuen und Schriften, der Buddhismus aus China. Da der Shintoismus in Japan zu dieser Zeit die Staatsreligion war, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den zwei Religionsanhängergruppen. Die Befürworter des Buddhismus ergreifen schon wenig später die politische Macht. Die Soga übernehmen zirka 538 die Macht mit der 33. Tenno Suiko (593-628) auf dem Thron und den Kronprinzen Shotoku-Taishi als Regenten. Die Regierung wurde umgebildet, Verwaltungseinrichtungen geschaffen, die chinesische Zeitrechnung eingeführt, Chroniken angelegt und der Gesandtenaustausch mit China intensiviert. 604 errichtete Prinz Shotoku eine Verfassung mit 17 Artikeln und Richtlinien. Der Buddhismus wird Staatsreligion und löst somit den Shintoismus ab.
645 wurden die Angehörigen der Familie Soga erschlagen oder ausgeschalten und die Kaiserin Kogyoku (35. Tenno 642-645) zum Rücktritt veranlasst. 654 verdrängte Nakatomi Kamatari (Begründer der Fujiwara-Dynastie) die Soga- Sippe.

Konfukuji-tempel in Nara

Nara Epoche (710-794) Nara wurde nach chinesischem Vorbild gebaut und wurde 710 die erste Hauptstadt Japans und hält den Titel des ersten festgelegten Aufenthaltsortes eines Kaisers, nämlich der Kaiserin Gemmei, inne. Kaiser Shomu errichtete den Tempel Todai-ji mit einer großen Buddhastatue, die 752 geweiht wurde. 784 siedelte dann der Kaiser Kammu nach Nagaoka um, weil der Einfluss des Buddhismus in Nara zu groß geworden war. 793 sollte beim Dorf Uda die neue Hauptstadt Heian-kyo entstehen.
Die ältesten noch erhaltenen Literaturdenkmäler stammen aus dieser Zeit.

Schlacht von Dannoura

Heian Epoche (794- 1192) Der Buddhismus war so stark, dass Kaiser Kammu den Staat und die Politik trennte. Der Kaiserhof wanderte nach Heian-kyo (heutiges Kyoto) wo er bis zum Jahr 1886 sesshaft blieb. 1156-59 herrschte bei Hofe Luxus, wobei im Lande eher die Armut regierte. Im Land baute sich eine neue Macht auf: Die Samurai (die Krieger-Kaste) Mit ihren Streitkräften griffen sie zu den Waffen um ihre Autonomie zu verteidigen. Die Tara lösten die korrupte Fujiwara- Familie ab. Kurz darauf brach ein Krieg zwischen der Taira Familie und der Minamoto Familie aus. 1185 werden die Taira von den Minamoto in der Schlacht von Dannoura geschlagen.

Mongolen fallen in Japan ein

Kamakura Epoche (1192-1333) 1192 wurde Toritomo Minamoto erster Shogun (militärischer Führer) mit Hauptquartier in Kamaura, der Kaiser blieb jedoch offizieller Herrscher in Kyoto. 1274-1281 versuchten die Mongolen unter Kublai Khan zweimal das Land zu erobern. Jedes Mal wurden sie von einem Taifun vernichtet. Dieser glückbringende Taifun wird seitdem kamikaze (göttlicher Wind) genannt. Das Kamakura-Shogunat stürzte 1333. Sie konnten ihre Soldaten nicht mehr bezahlen und so verloren sie die Unterstützung der Samurai.

Muromachi-Epoche

Muromachi Epoche (1334- 1573) 1467-1568 zerstörte der Bürgerkrieg die Daimyo-Familie (daimyo- Großfürsten).
1543 kam der erste Portugiese an der Japanischen Küste an. Er wurde freudig aufgenommen, da die Portugiesen die Feuerwaffen nach Japan brachten.
1549 ankerte der Jesuitenmissionar Franz Xaver in Kagoshima.

Verbotstafel für das Christentum

Azuchi-Momoyama-Epoche (1573-1600) 1582 übernahm Hideoyoshi die Macht und ihm gelang der Prozess der Vereinigung. 1590 hatte er das gesamte Land unter seiner Kontrolle. 1593 und 1598 versuchte er China und Korea zu erobern, scheiterte aber beide Male.
1587 kamen die ersten christlichen Missionare in das Land. Das Christentum breitete sich schnell aus, da man einen Vorteil im Handel mit Europäern sah. Aus diesem Grund wurde das Christentum 1597 verboten. 1598 übernahm dann Tokugawa die Macht und unter ihm erreichte die Christenverfolgung ihren Höhepunkt.

8.Juli 1853 zwingt Commodore Matthew Perry Japan dazu, den Seeweg wieder frei zu geben

Edo-Epoche (1600-1867) 1600 errichtete Tokugawa sein Hauptquartier in Edo (dem heutigen Tokio). Der Kaiser blieb in Kyoto sesshaft, seine Macht war aber nun mehr nomineller Art. Die Tokugawa kontrollierten gewaltige Ländereien, die größten Städte, Häfen und Minen. Der Rest des Landes wurde von Großfürsten (Daimyo) und ihrer Kriegern, unter anderem auch die Samurai, beherrscht. Um politische Sicherheit zu gewährleisten, mussten diese Großfürsten und Samurai jedes zweite Jahr einen offiziellen Besuch am Hofe in Edo machen. Ihre Frauen und Kinder waren praktisch Geiseln der Regierung und durften die Stadt Edo nicht verlassen.
1635 kapselte sich Japan von der restlichen Welt ab. Es war unter der Todesstrafe verboten das Land zu verlassen und Handel mit anderen Ländern zu betreiben. In dieser Zeit versicherte das Regime hohe Sicherheit und Frieden. Die Dichtung, sowie das traditionelle Puppentheater und Puppenspiel gediehen. Die Qualität der Stoffe, Gefäße, Keramiken und Lackarbeiten verbesserte sich.
1853 forderte die US Navy, unter der Führung von Kommodore Matthew Perry, die Öffnung Japans. Die inzwischen völlig korrupte Tokugawa- Regierung war dem Druck aus dem eigenen Land nicht mehr gewachsen und war gezwungen Japan wieder zu öffnen.

1868 wurde die Macht des Kaisers, Tenno Meji, wieder hergestellt. Der Kaiser setzte das Shogunat ab, womit auch die Großfürsten und die Samurai ihre Macht verloren hatten. Dies führte zu bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen. Das Land wurde in die heutigen Präfekturen eingeteilt, Tokio wurde Hauptstadt und nach westlichen Vorbildern wurden Ministerien gegründet. Der Austausch mit westlichen Ländern wurde durch die Wirtschaft gestärkt. Mit dem Wahlspruch "reiches Land, starkes Militär" (jap. fukoku kyohei) unterzog man der Wirtschaft einen Schnellkurs in Industrialisierung und Verwestlichung. Westliche Experten wurden zu Rat gezogen, besonders im Gebiet der Architektur, und japanische Studenten wurden ins Ausland geschickt. Diese enge Zusammenarbeit mit den Weststaaten gewährleistete Japan den Frieden zu diesen Ländern. 1894-1895 brach der chinesisch-japanische Krieg aus, den Japan gewann. 1904-1905 war der russisch-japanische Krieg. Nach diesen beiden Siegen für Japan stand es für viele fest, das Japan zu einer Großmacht gewachsen war. 1912 wurde Yoshihito, der Sohn des verstorbenen Kaisers Meji, Kaiser.
Im ersten Weltkrieg stellte sich Japan zwar gegen Deutschland, doch es nutzte die Gelegenheit und verbesserte die Wirtschaft und griff nicht in die Kriegshandlungen ein. 1926 bestieg Hirohito den Thron und verbesserte mit seinen vielen EU-Reisen die Kontakte zu Europa, speziell zu England, da er von dem Lebensstil in England begeistert war.
Russisch-Japanischer-Krieg 1904-1905 Am 2.2.1928 fanden zum ersten Mal Wahlen zum Reichstag nach dem allgemeinen Wahlrecht statt. Aber schon wenige Jahre später begann sich das Streben nationalistisch-militärischer Kreise nach Ausschaltung des Reichstages und Abschaffung des Zweiparteiensystems immer deutlicher bemerkbar zu machen. Bei dem Militärputsch von 1932 wurde Ministerpräsident Inukai Tsuyoshi ermordet und 1936 folgte ein Aufstand jüngerer Offiziere, der am 29.2. unterdrückt wurde. In den 1930ern erlebte der Nationalismus in Japan einen großen Aufschwung.
1931 wurde eine Invasion in der Mandschurei und eine Einsetzung der Marionettenregierung Manchukuo durch den Machtzuwachs der Militärs möglich.
1937 bekannte sich Japan zu seiner Feindseligkeit gegenüber China.
Pearl Harbor Als diplomatische Versuche die USA zu einer neutralen Haltung zu verpflichten, scheiterten, katapultiert sich Japan mit dem Angriff auf Pearl Harbor am 7.12.1941 in das Kriegsgeschehen des zweiten Weltkrieges. Nach anfänglich schnellen Siegen und weiten Vorstößen erklärte der Kaiser im August 1945 nach der Kriegserklärung der Sowjetunion und den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki (6/9.8.1945) die Kapitulation. 1945-1952 wurde Japan durch die USA besetzt.
In den 1950er Jahren blühte die japanische Wirtschaft neu auf. Die japanische Wirtschaft eroberte sich riesige Absatzmärkte im Ausland. Die politische Nachkriegslandschaft wurde fast ausnahmslos von den Konservativen beherrscht. Seit dem Jahr 1955 war die Liberal-demokratische Partei Regierungsmehrheit, wurde aber immer wieder von Bestechungsaffären und Korruption erschüttert. Der Kaiser Hirohito, der durch die neue Verfassung von 1946 nur noch ein Symbol des Staates war, hielt sich bis zu seinem Tode im Hintergrund. Seit 1990 ist Kaiser Akihito, der Sohn von Kaiser Hirohito, auf dem Thron. Viele konservative Japaner wünschten sich eine Revision der Verfassung. 1952 wurde ein Friedensabkommen in Kraft gesetzt. Die amerikanische Besatzung zog ab. In den 50er und 60er Jahren gab es ein enormes Wirtschaftwunder. Es resultierte in einem schnellen Anstieg des Lebensstandards, Änderungen in der Gesellschaft und der Stabilisierung der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP). Aber auch dies zog Folgen. Die Umweltverschmutzung in Japan ist enorm. Japans Wirtschaft wurde von der Ölkrise im Jahr 1973 stark geschwächt, da Japan abhängig von seinen Ölimporten ist.



Der Staat Japan heute
neues Verfassungssystem

Innerhalb von nur knapp vier Jahrzehnten gelang Japan, nach dem zweiten Weltkrieg, wieder ein erneuter Aufstieg zur asiatischen Großmacht. Dieses Mal gelang der Aufstieg aber auf friedliche Weise, nämlich durch die Leistungsfähigkeit ihrer Wirtschaft. Ein militärischer Weg ist Japan wegen dem Friedensgebot der neuen Verfassung von 1946/47 versperrt.
Die japanische Verfassung wurde 1946 unter Beteiligung der US-Besatzungsbehörde erarbeitet. Sie wurde durch die amerikanische Verfassung und durch englische Verfassungsrechte stark beeinflusst.
Die japanische Verfassung wurde am 3. November 1946 verkündet und am 3. Mai 1947 trat sie in Kraft.



Die japanische Sprache und Währung

Japanisch ist die Landessprache Japans und ist mit keiner bekannten Sprache verwandt. Im Laufe der Zeit ist die Japanische Sprache aber stark durch die chinesische Sprache und Schrift beeinflusst worden. Die japanische Schriftzeichen haben sich erst im Laufe der Zeit gebildet. Die ersten Schriftzüge die die japanische Sprache überliefern wurden auf chinesisch geschrieben und stammen aus dem 7. Jahrhundert nach Christus.
Die Japanische Währung ist der Yen. Im Jahr 2000 war ein Euro zirka so viel Wert wie 100 Yen. Wobei 1 Yen wieder 100 sen wert ist. Der Wert des Yens verändert sich ständig. So stand in einer meiner Informationsquellen, dass 150.000 Yen etwa 3.000 DM wert sind. Was zirka der Wertsatz von 1990 war, da das Buch, aus dem ich diese Information entnahm, zum ersten Mal, im Deutschem, zu dieser Zeit gedruckt wurde.

Das japanische Geld 'Yen'



Die japanische Schrift
japanische Tintenherstellung

Kalligraphi heißt auf japanisch shodo, was soviel bedeutet wie "der Weg des Schreibens". Kalligraphie ist die Kunst des schönen Schreibens. Für die Japaner ist nicht das "wie man es schreibt" wichtig, sondern wie schön es geschrieben wird. Die meisten Kinder erlernen Kalligraphie in der Grundschule, aber es ist auch ein beliebtes Hobby unter Erwachsenen. Die Kalligraphieausrüstung besteht aus einer schwarzen und weichen Matte, die als stabile Unterlage dient (shitajiki), einem Metallstab, um das Papier zu beschweren (bunchin), einem speziellen und dünnen Papier (hanshi), mindestens zwei Pinseln, einem großen für die Hauptzeichnen und einem kleinen für den Namen des Künstlers (fude), einem schweren und schwarzen Behälter für die Tinte (susuri) und einem festen Material, dass im mit Wasser gefüllten Behälter der Tinte gerieben werden muss, um Tinte zu gewinnen. Man benutzt aber auch "Instant- Tinte", also schon fertige Tinte.

Ein Anfänger erlernt den quadratischen Stil, kaisho. Man schreibt einen Strich nach dem anderen. In Japan benutzt man aber schnellere Stile. Die zwei schnelleren Schreibweisen sind der semikursive Stil, der gyosho und der kursive Stil, der sosho.
Wenn ein Japaner kalligraphiert, so schreibt er meist nicht seine Unterschrift unter das Geschriebene. Japaner haben Namensstempel mit denen sie ihre Kunstwerke bedrucken.
Die japanische Schrift ist sehr kompliziert und wird in drei Schriftsysteme eingeteilt: Kanji, Hiragana und Katakana.
Die Japaner verwenden viele Wörter aus Fremdsprachen wie zum Beispiel Englisch, Portugiesisch und Flämisch. Chinesische Wörter werden im Japanischen schon seit dem 5. Jahrhundert verwendet. Deutsche Wörter findet man besonders häufig in der Medinzin oder im Bergsteigen. Französische oder Italienische Wörter finden sich häufig im Bereich Musik oder Essen. Diese Lehnwörter schreibt man in Kana. Die japanische Aussprache und das Schriftbild hat sich im Laufe der Zeit sehr deutlich vom Original abgewandelt. Viele Lehnwörter werden auch abgekürzt, sodass der Ursprung nur sehr schwer erkennbar ist.
Kanji sind die chinesischen Schriftzeichen, die im 5. Jahrhundert über Korea aus China kamen. Jedes Kanji entspricht einem Wort. Setzt man zwei Kanjis zusammen entsteht ein anderes Wort. Von den mehreren zehntausenden Kanjis, die es gibt, erlernt der Japaner in seinen ersten neun Schuljahren etwa 2000-3000 Stück. Das hatte die Regierung 1945 beschlossen. Diese 2000-3000 Schriftzeichen werden als "Kanji für den täglichen Gebrauch" bezeichnet.
Im Japanischen werden Kanji für Verben, Adjektive und Substantive benutzt. Die Sprache kann aber nicht komplett in Kanji geschrieben werden. Grammatikalische Endungen, Lehnwörter und auch andere Wörter werden in Kana geschrieben.
Tafel mit Kanji-Schreibweisen
Etwa im 9. Jahrhundert entwickelten die Japaner eigene Schriftsysteme, die auf Silben basierten: Hiragana und Katakana (zusammen: Kana). Hiragana ist das rundere und Katakana das eckigere der beiden Kanasysteme.
Hiragana und Katakana bestehen aus je 46 Zeichen, die ursprünglich Kanji waren, über die Jahrhunderte aber stark simplifiziert wurden. Wenn man einen japanischen Text betrachtet, kann man klar die zwei verschiedene Schriftarten erkennen: die komplizierten Kanji und die simpleren Kanazeichen.
Fünf der 46 Zeichen sind Vokale (a i u e o), während die restlichen Zeichen aus je einem Konsonant und je einem der fünf Vokale zusammen-gesetzt sind (ka ki ku ke ko ra ri ru...). Eine Ausnahme ist das n.
Zusätzlich kann die Aussprache vieler dieser Silben auch noch weicher oder härter gemacht werden.
Tafel mit Kana-Schreibweisen
Obwohl man die ganze Sprache theoretisch in Hiragana schreiben könnte, wird Hiragana normalerweise nur für grammatikalische Endungen von Verben und Adjektiven, sowohl für Partikel, und andere Wörter, die nicht in Kanji geschrieben werden oder geschrieben werden können, benutzt.
Hiragana ist das erste aller Schriftsysteme, das den japanischen Kindern normalerweise vom Kindergarten an gelehrt wird. Viele Kinderbücher sind daher nur in Hiragana geschrieben.
Katakana wird hauptsächlich dazu benutzt, Lehnwörter und Eigennamen, für die keine Kanji existieren, zu schreiben.
Im Japanischem existieren drei verschiedenen Höflichkeitsstufen: die umgangsprachliche, die neutral-höfliche und die sehr höfliche, ehrende Stufe (jap. Keigo).
Je nach Person, zu der man spricht, verwendet man eine der drei Stufen. Die sehr höfliche Sprache verwendet man, wenn man mit einer Person mit viel höherem sozialen Status spricht, z.B. mit Kunden, Lehrern oder älteren Leuten.
Die Verbformen sind je nach Stufe verschieden. Auch werden unterschiedliche Worte und Ausdrücke verwendet. Wenn man in Keigo spricht, gebraucht man sehr demütige Worte, wenn man über sich selbst redet, und verehrende Ausdrücke, wenn man sein Gegenüber anspricht.



Architektur
die Hauptstadt Tokyo mit vielen modernen Wolkenkrazern

Wegen dem milden Klima, dass in Japan herrscht, sind die Wände traditioneller japanischer Häuser besonders dünn. Da es im Frühsommer sehr viel regnet sind die Dächer schräg und leicht gekrümmt. Holz ist das traditionelle Baumaterial. Es ist sehr gut geeignet, da es die Häuser luftig macht, was während der heißen Sommertage besonders wichtig ist. Heutzutage ist Stahl und Beton als Baumaterial sehr verbreitet, da die Architektur sehr vom Westen beeinflusst wurde.

traditionelle japanische Architektur



Flora und Fauna

Weniger als zehn Prozent Japans ist Wohngebiet. Berge, Hügel und Wälder bedecken die meisten Teile Japans.
Auch wenn die Natur immer mehr durch die Industrie und Großstädte zerstört wird, sind die Japaner und ihre traditionelle Shinto Religion stark mit der Natur verbunden. Wegen der großen Nord-Südausdehnung Japans variieren Flora und Fauna im Lande stark, weil auch das Klima sehr unterschiedlich ist. Okinawa, die südlichste Präfektur Japans liegt in einer subtropischen Klimazone. Das Klima der meisten Großstädte ist gemäßigt bis subtropisch, und es existieren vier Jahreszeiten. Der Winter ist sehr mild, und der Sommer ist umso heißer mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Die Regenzeit findet im Juni statt. Taifune sind in Japan keine Seltenheit und kommen häufig Ende des Sommers vor. Das Klima auf der nördlichen Insel Hokkaido ist jedoch bedeutend kühler, und stärkerer Schneefall ist im Winter üblich.
Bäume und Pflanzen sind für den Japaner sehr wichtig. Die wichtigsten Bäume sind: der Kirschbaum (Sakura), die Kiefer, der Bambusbaum und der Pflaumenbaum.
Die Kiefer ist ein Immergrün und symbolisiert Jugend und Langlebigkeit. Man findet sie oft in japanischen Gärten und sie ist der typische Baum für Bonsai.
Der Bambus wächst sehr schnell und ist auch ein Immergrün. Das Holz wird für viele Handwerke und Bauten verwendet. Junger Bambus wird auch oft gegessen.
Der Pflaumenbaum trägt im Frühling besonders schöne Blüten, ist also wegen seiner Schönheit sehr beliebt.
Die Bäume werden oft für Bezeichnungen beim Essen verwendet. So ist bei einem Gericht die Kiefer die Luxusversion, Bambus die mittlere und die Pflaume die kleine Portion.
SakuraBaum in voller Blüte Die Kirschbaumblüte (jap. Sakura) ist ein sehr bedeutendes Symbol Japans. Sie wird seit vielen Jahrhunderten gefeiert und ist ein wichtiges Objekt in allen Künsten. Es existieren sehr viele verschiedene Kirschbaumarten in ganz Japan, die auch zu verschiedenen Jahreszeiten blühen. Die Mehrheit blüht im Frühjahr während nur etwa zehn Tagen. Die Japaner feiern diese Zeit des Jahres mit einem Fest namens o-hanami, es bedeutet so viel wie Blüten anschauen. Es werden Partys unter den Bäumen in den Pärken gefeiert. Man nimmt ein Picknick ein, trinkt Sake, spielt und unterhält sich.
Wegen der großen Nord-Südausdehnung blühen die Kirschbäume vom Süden in den Norden vom Januar, in Okinawa, bis Mai, in Hokkaido. In der Hauptstadt Tokio blühen sie normalerweise im April.
Medien berichten während der Blütesaison, wo die Bäume im Moment blühen und zeigen Karten, die den weiteren Verlauf prognostizieren.
Viele Touristen pilgern in gewisse Orte, wenn dort die Bäume blühen. Die Stadt Kyoto mit all ihren Schreinen und Tempeln, die von Kirchbäumen umringt sind ist eines der großartigsten, touristischen Erlebnisse.

Die japanische Fauna variiert von Braunbären in Hokkaido bis zu tropischen Schlangen in Okinawa. Japanische Affen bewohnen ganz Japan außer Hokkaido. Berühmte Tiere Japans sind das Reh, der Fuchs (Kitsune) und der Tanuki, eine Art Waschbär.
In traditionellen japanischen Gärten wird versucht, die Schönheit der japanischen Natur wiederzugeben. Die verschiedenen Elemente eines Gartens repräsentieren die Elemente der Natur. Die wichtigsten zwei japanische Gartenstile sind Tsukiyama und Karesansui, der trockene Garten. In einem Tsukiyama-Garten werden Berge von Steinen und kleinen Hügeln dargestellt, und ein kleiner Teich repräsentiert das Meer.
Weißer Sand repräsentiert das Meer im Karesansui-Garten, und Steine symbolisieren die Berge Japans. Die trockenen Gärten sind stark vom Zen-Buddhismus beeinflusst worden.
Karesansui      Ein typischer tsukiyama
Erdbeben Japan liegt in einer Zone, in der mehrere Kontinentalplatten aufeinandertreffen, deshalb sind Erbeben und Vulkane immer ein aktuelles Thema in ganz Japan.
Kleine Erdbeben sind in Japan also nichts besonderes. Während sehr aktiven Phasen können kleinere, bemerkbare Erdbeben fast täglich auftreten. In der Geschichte Japans wurden viele Teile des Landes von schweren Erdbeben getroffen. Das schlimmste Erdbeben bis heute traf die Kanto- Gegend rund um Tokio im Jahr 1923. Etwa 140.000 Personen starben im Grossen Kanto Erdbeben, wie dieses Beben genannt wird. Im Januar 1995 zerstörte ein starkes Erdbeben die Stadt Kobe sehr stark. Das Grosse Hanshin Erdbeben tötete 5.500 und verletzte 415.000 Menschen. 100.000 Häuser wurden komplett und 185.000 teilweise zerstört. Am aufsehenerregendsten war der Zusammenbruch der Stadtautobahn, die als erdbebensicher galt.
Japan steckt sehr viel Geld in die Erdbebenforschung und die Vorschriften für Neubauten sind dementsprechend sehr streng.
Der Fuji-san ist mit 3776 Metern der höchste Berg Japans und gleichzeitig auch der berühmteste Berg Japans. Dieser perfekt geformter Vulkan wurde als heiliger Berg verehrt und erfreut sich großer Beliebtheit in allen Künsten. Der Fuji-san befindet sich in den Präfekturen Yamanashi und Shizuoka. Bei klarem Wetter kann man ihn sogar von Tokio und Yokohama aus sehen. Er wird meistens in zwei Tagen bestiegen. der Fuji-san und Japans Hochgeschwindigkeitzug



Religionen in Japan

Japan hat keine Staatsreligion. In Japan ist die Religion nicht von größter Wichtigkeit. So kommt es häufiger vor, dass ein Japaner mehrere Religionen besitzt. So kann man sich auch erklären, dass 80% der Japaner Buddhisten, 70% Shintoisten und knapp 1% Christen sind.
Für sie ist die Frage nach dem Tod biologisch und nicht religiös. Sie glauben nicht an ein Leben nach dem Tod. Die meisten Toten werden verbrannt und in fast ungeschmückten buddhistischen Gräbern nieder gelassen. Sie feiern auch christliche Feste wie Weihnachten, schicken ihre Kinder auf christliche Schulen und lassen sich nach shintoistischen Vorstellungen trauen. Die Japaner wählen ihre Religion eher aus sozialen Bedürfnissen als aus Glaubenssichten.

Der Shintoismus
Sonnengöttin Amaterasu

Der Shintoismus baut sich allein auf die shintoistische Entstehungs-geschichte auf. Sie bildet den Kern der Mythologie und handelt von dem alten Kampf Gut gegen Böse. Im Shintoismus gibt es zwar zahlreiche Götter und Göttinnen, aber es fehlen ihm die klaren und strengen Moralgebote. Ebenso gibt es keine heilige Schrift. Jeder Japaner, der sich zum Schöpfungsmythos bekennt ist Shintoist. Man glaubt daran, das jeder Mensch von Geburt an gutartig ist und nur böse Geister ihn zu einem schlechten Menschen machen können. Es gibt keine Taufe oder Gottesdienst, noch nicht einmal richtige Gebete. Reinheit ist im Shintoismus an die Stelle der Lehre gerückt. Die Weihen werden bei allen wichtigen Anlässen vollzogen. Bei Schiffstaufen und Hoteleröffnungen, beim Häuserneubau, bei der Einweihung von Straßen und wenn die Ernte eingebracht ist. Dabei gibt es keine Predigt. Die Reinigungszeremonie wird von einem Shintopriester ausgeführt indem sie Zweige eines heiligen Baumes schwenken, damit die Götter gnädig gestimmt werden. Der Zweck eines Shintorituales ist es, die Geister gnädig zu stimmen und böse Geister zu vertreiben. Japaner reinigen sich auch bevor sie einen heiligen Ort betreten, indem sie den Mund mit fließendem klaren Wasser eines Brunnens ausspülen. Die Waschungen des Gottes Izanagi werden so nachvollzogen.
Man betet, indem man erst Mund und Hände mit klarem Wasser wäscht. Danach übergibt man Opfergaben, wie Geld oder Nahrungsmittel. Nun verbeugt man sich zweimal tief und klatscht zweimal. Danach verbeugt man sich erneut und spricht sein Gebet.
Die shintoistischen Priester sind Privatmenschen und dürfen heiraten, sowie Kinder zeugen. Sie werden von jungen Frauen, der mika, unterstützt. Sie trägt einen weißen Kimono und ist unverheiratet. Meist sind es die Töchter der Priester, die diese Aufgabe übernehmen.

Der Shintoismus ist ein sehr optimistischer Naturglaube. Die Götter wohnen in Bergen, Bäumen, Feldern, einfach überall. Jede Familie und jedes Dorf steht unter dem Schutz eines eigenen Gottes. Die Sonnengöttin Amaterasu, deren Schrein in Ise steht, beschützt die Kaiserfamilie. Schreine findet man überall da, wo eine Gottheit haust. Die Schreinfeste, die regelmäßig statt finden, werden auch heute noch mit Begeisterung gefeiert. An deren Höhepunkt wird die Verkörperung des Schutzgottes, in einem tragbaren Schrein, von singenden Männern getragen. In Schreinen kann man glücksbringende Amulette kaufen.
Da der Tod im shintoistischem Glaube etwas Böses ist, finden keine Beerdigungen im Shintoismus statt. Die japanischen Hochzeiten werden auf shintoistische Art gefeiert. Das Ehepaar legt ein Gelübde vor der Schutzgottheit ab. Die wichtigste Rolle spielt der Schintoismus für Neugeborene und Kinder, bei Hochzeiten, zu Neujahr und bei den vielen kleinen Dingen des Lebens. So gehen Eltern mit ihren Neugeborenen am 30. und 100. Tag nach der Geburt in den Schrein, um für deren Gesundheit zu beten. Shichigosan ist der Tag (15. November) an dem die sieben (shichi), fünf (go) und drei (san) -jährigen in den Schrein gehen und sich segnen lassen. Am 15. Januar zu seijin no hi tun dies die 20-jährigen.
Der Shintoismus war in früheren Zeiten die Staatsreligion Japans. Sie wurde von dem Buddhismus abgelöst. In der Edo- Epoche hat sich der shintoistische Glauben mit konfuzianistischen Ethiken vermischt.

Der Buddhismus
Statue von Buddha

In Japan findet man häufig halbdunkle buddhistische Tempel mit brennenden Kerzen, dufteten Räucherstäbchen und dumpf klingende große Trommeln. Der Buddhismus beschäftigt sich in Japan besonders mit dem Tod. Die übliche Art sich zu Beerdigen ist die buddhistische.
Im 17. Jahrhundert, als die Christenverfolgung ihren Höhepunkt erreichte, forderte der Shogun, dass alle Japaner sich zu ihrem buddhistischen Glauben bekennen. So bürgerte sich der Buddhismus ein. Der Buddhismus kam über China nach Japan und beschäftigte sich auch mit dem Nirwana, jedoch zogen die meisten Japaner nicht mit. Der Buddhismus war immer eine Sache des Kaisers, des Adels und der Beamten. Um 1200 stutzte das japanische Volk den Buddhismus auf ihre irdischen Bedürfnisse zurecht. Jeder konnte, nach japanischen buddhistischen Glauben, die Erlösung finden, wenn er einfache Rituale praktiziert.
Heute noch stehen in vielen Haushalten Familienschreine, wo die Familie den Ahnen huldigt. Sie bieten ihnen täglich frische Nahrung an, so, als wären sie noch lebendig.

Tempel und Schreine
Eine torii vor einem Schrein

Am Eingang eines jeden shintoistischen Schreines steht die Tori, es ist ein Tor, dass "das Tor zum Heiligtum" genannt wird. Um den oberen Teil sind meist geflochtene und mit weißen Papierstreifen geschmückte Reisstrohbänder, die Shimenawa, geschlungen. Man findet diese auch am eigentlichen Eingang des Schreins, an heiligen Steinen und heiligen Bäumen.
Nach der Tori trifft man auf zwei steinerne Hunde (komu inu), Löwen oder sogar Füchse. Der Linke mit dem Namen "a" hat den Mund geöffnet und symbolisiert den Beginn der Welt. Der Rechte, sitzende heißt "un". Er hat seinen Mund geschlossen und symbolisiert das Ende der Welt.

Wer möchte, kann sich aus einer oktaedrischen Box, die man vorher kräftig schüttelt, ein Stäbchen, auf dem eine Nummer vermerkt ist, ziehen. Für seine jeweilige Nummer bekommt man einen Glückszettel, auf dem für verschiedene Dinge des Lebens eine Vorhersage geschrieben steht. Ist man mit seinem Schicksal zufrieden, kann man sich den Zettel mit nach Hause nehmen. Wer es nicht ist, knotet den Papierstreifen an einen Baum im Schrein und die Schreingottheit nimmt sich seines Unglücks an.
Ein sehr berühmter Schrein ist der Amaterasu-Schrein in Ise.
Am Eingang eines buddhistischen Tempels findet man oftmals ein riesiges Tor, das verschlossen werden kann. Links und rechts im Tor sitzen die nio, die Wächter des Tempels. Am Eingang bezahlt man Eintrittsgeld, in der Regel zwischen 400 und 1000 Yen. Vor der Statue in der Haupthalle liegen Opfergaben, wie Geld, und Räucherstäbchen werden verbrannt. Man betet mit gefalteten Händen vor der Statue. Die riesigen Tempelgärten sind ein typischen Beispiel für den Zen-Buddhismus in Japan. Die meisten Tempel sind von Friedhöfen umgeben.
Ein bekannter Tempel ist der Kotoku in Kamakura mit der wohl bekanntesten Buddha-Statue.

ein Shaolin Tempel
japanische Begräbnisse
japanischer Friedhof

Typische japanische Begräbnisse werden auf buddhistische Art abgehalten.
Am Tag der Feierlichkeiten wird die Leiche im Krematorium verbrannt. Ein kleiner Kreis von Trauergästen nimmt unterdessen eine Mahlzeit ein. Nachdem die Leiche kremiert wurde, holen Familienagehörige die Knochen mit Stäbchen aus der Asche. Die Knochen werden von Stäbchen zu Stäbchen untereinander weitergereicht.
Danach findet die Hauptfeierlichkeit mit vielen weiteren Gästen statt. Eine weitere Mahlzeit wird dann eingenommen. Jeder Gast schenkt der Trauerfamilie eine kleine Summe Bargeld in einem Umschlag und erhält ein kleines Geschenk. Die Zeremonien werden von buddhistischen Mönchen durchgeführt.

Die Urne wird 35 Tage lang auf einem Altar im Haus der Trauerfamilie aufgestellt. Räucherstäbchen (osenko) werden rund um die Uhr verbrannt. Freunde und Verwandte besuchen in dieser Zeit die Familie, zünden Räucherstäbchen an und sprechen mit den Trauernden. Nach den 35 Tagen wird die Urne auf dem buddhistischen Friedhof begraben.

Das Christentum

Im Jahr 1542 landeten die ersten Europäer aus Portugal in Westjapan. Sie brachten das Schiesspulver und das Christentum mit sich. Da die Handelsmächte großes Interesse am Handel zu Europa hatte, tolerierten sie die christlichen Missionare. Jedoch wurde das Christentum als Bedrohung des japanischen Glaubens angesehen und vom Kaiser sehr skeptisch betrachtet. Nach und nach wurden Christen verfolgt, bis das Christentum unter der Todesstrafe verboten wurde. Im Jahr 1873 wurde dann die Religionsfreiheit ausgerufen und vor allem nach den zweiten Weltkrieg ist die Zahl der japanischen Christen gestiegen. Heute gibt es rund zwei Millionen Christen in Japan.



Japan - ein traditionelles Land?
traditionelles Wohnhaus in Japan

Jugendliche leben nach den Vorbildern aus dem Westen. Unverändert existieren aber auch noch traditionelle japanische Werte, wie der hohe Stellenrang der Familie und der Gruppen, sowie das Streben nach Harmonie. Diese Werte wurden durch die schnelle wirtschaftliche Entwicklung seit 1868 nicht aufgehoben, sondern in die Industrie-gesellschaft eingelagert. Das ausgeprägte Gruppendenken äußert sich als Gegensatz zwischen "Innen" (jap. Uchi), was die eigene Gruppe, den Betrieb und die Familie beinhaltet, und "Außen" (jap. soto), was andere Gruppen und Betriebe beinhaltet. Das fördert frühes wirtschaftliches Konkurrenzdenken. So liefern sich japanische Riesenunternehmen starke Konkurrenzkämpfe im In- und Ausland.

Japan ist ein Land voller Gegensätze. Während in den dichtbesiedelten Großstädten ein Chaos aus optischen und akustischen Reizüberflutungen regiert, herrscht in Tempeln, Schreinen, in der Natur oder zu Hause in einem kleinen Zimmer die Ruhe und Stille in der Zen-Betrachtungsweise. Die traditionelle japanische Kunst und die Zen-Buddhistische-Betrachtungsweise der Natur und der Harmonie sind für die Japaner, in jeder Generation, immer noch sehr wichtig. Zwar finden die schlichten traditionellen Holzhäuser Japans mit ihren streng gegliederten Papierschiebetüren und Böden, die mit binsenbespannten Reisstrohmatten (den totami) belegt sind, keinen Platz mehr in den Großstädten; aber selbst in den eher eintönigen Apartments der Betongroßhäusern finden sich noch klassisch-japanisch eingebaute Zimmer, in denen meist die Teezeremonien abgehalten werden.



Kimono und Yukata

Der Kimono und der Yukata sind die traditionellen Kleidungsstücke in Japan. Es ist eine Art Mantel, der durch viele Schnüre zusammengehalten wird. Sie unterscheiden sich im Schnitt für Männer und Frauen. Auch in der Farbe und im Stil sind sie unterschiedlich, dass kommt ganz auf den Anlass und den Zivilstand des Besitzers an. Es ist eine sehr angenehme Kleidung, da die meisten Kimonos sehr luftig sind.
Der Yukata ist der "Freizeitkimono". Er wird während eines Aufenthaltes in einem Ryokan zur Verfügung gestellt und auch sehr gerne getragen.

Der Kimono ist formeller und auch wesentlich teurer wie der Yukata und wird aus Seide von Hand hergestellt. Man trägt ihn an Beerdigungen, Hochzeiten, Teezeremonien und anderen formellen Anlässen wie zum Beispiel bei einem Schreinfest.
Der Kimono besteht aus einem Mantel, dem eigentlichen Kimono, dem Gurt (obi), spezielle Socken für die aus Bambus und Stoff oder Holz hergestellten Schuhen, die Tatami, spezieller Unterwäsche und einer kleinen passender Handtasche für die Frau. Zu dem Kimono trägt man auch eine angemessene Frisur.
Der Kimono ist seit dem 13. Jahrhundert die Nationaltracht. Der Kimono kam ursprünglich aus China und war dem Adel vorbehalten. 1603 bis 1886 entwickelte Japan seinen ganz eigenen Kimono. Es war ein Zusammenschluss zwischen unterschiedlichsten Gewandformen, zum Beispiel aus dem Theater und dem Bürgertum. Der Kimono wird damals wie heute von Hand genäht. Das Wort Kimono setzt sich aus zwei Silben zusammen: aus ki für anziehen und mono für Gegenstand.
Kimono


Feste und Feiertage
Kaiser Akihito und seine Frau Michiko

Japaner haben viele Feiertage. Der offizielle Nationalfeiertag ist der 23.Dezember, der Geburtstag des Kaisers Akihito. Weiter wichtige Feiertage sind der 29. April der sogenannte Tag des Grüns und der 3.Mai ist der Verfassungstag.
Das Neujahr (Shogatsu) ist einer der wichtigste Feiertag für die Japaner. Die meisten Japaner haben vom 1. bis 3. Januar Ferien. Das Wort "Shogatsu" bedeutete ursprünglich Januar.
An Neujahr besuchen viele Japaner einen Schrein oder einen Tempel. In der Silvesternacht werden im Tempeln und in einigen Scheinen große Glocken 108 Mal geläutet: acht Mal im alten Jahr und hundert Mal im neuen Jahr. 108 ist die Nummer an buddhistischen "Sünden", die so vertrieben werden sollen. Einige Japaner schmücken ihre Hauseingänge und Autos mit speziellen Dekorationen aus Kiefer, Bambus und anderem.

Während der drei Neujahrestage werden spezielle Mahlzeiten, die osechi ryori, serviert in hübschen Schachteln, und Omochi, japanische Reiskuchen, gegessen. Eine süße Mischung von Mirin, Sake und einem speziellen Aroma (toso) wird getrunken.
Da Shogatsu für viele Japaner eine der wenigen, längeren Ferien ist, unternehmen viele Leute kleine Reisen innerhalb Japan oder sogar in Übersee.
viele Japaner feiern Neu Jahr (Shogatsu)
Zusammenfassung der japanischen Feste:
1.-3. Jan - Neujahr - ein wichtiges Fest für die Japaner, den man mit Familie und Freunden aufwendig feiert.
Hinamatsuri (Puppenfestival) 15. Jan - Seijin no hi - an diesem Tag werden 20 jährige für Erwachsen erklärt (nicht mit ihrem Geburtstag)
3., 4. Feb. - Setsubun (Frühlingsanfang) - Man streut Bohnen innerhalb und außerhalb des Hauses. Danach essen alle so viele Bohnen, wie sie alt sind, um Glück herbeizurufen. Es ist kein nationaler Feiertag.
11. Feb. - Kenkokukinenbi (nationaler Gründungstag) - Die Gründungsmythologie Japans sagt aus das 660 vor Christus an diesem Tag der erste Kaiser gekrönt wurde.
14. Feb. -Valentinstag - es ist kein nationaler Feiertag, aber ein sehr wichtiger Feiertag für die Japaner. Mädchen kaufen oder machen Süßigkeiten für ihren Geliebten.
3. März - Hinamatsuri (Puppenfestival) - Es ist der Feiertag der Mädchen. Den Töchtern wird ein erfolgreiches und glückliches Leben gewünscht. Hina- Puppen werden zusammen mit den Blüten von Pfirsichbäumen im Haus aufgestellt. Das Fest hat seine Ursprünge in einem chinesischen Brauch, nach dem das unglückliche Schicksal eines Mädchens auf eine Puppe übertragen werden soll und diese Puppe auf einem Fluss ausgesetzt wird. Am Hinamutsuri wird süsser Sake getrungen und Chirashisushi gegessen.
14. März - der weiße Tag - der weiße Tag ist das Gegenteil von dem Valentinstag. Diesmal schenken die Männer ihrer Angebetenen Süßigkeiten. Er ist auch kein nationaler Feiertag.
21. März - Shunbun no hi (Frühlings Tagundnachtgleiche) - Bei diesem Fest besucht man im Laufe der Woche (ohigan) die Gräber der Vorfahren. Er ist ein nationaler Feiertag.
Karpfen im Wind zu Kodomo no hi 29. April - Beginn der golden week. Midori no hi (grüner Tag) - Es ist der Geburtstag des ehemaligen Kaisers Showa, der 1989 starb. Nach seinem Tod wurde dieser Tag in einen nationalen Feiertag für die Natur und Umwelt umgewandelt, da der Kaiser sich sehr um die Umwelt sorgte und die Natur liebte.
3. Mai - Kenpo kinenbi (tag der Verfassung/ Konstitution) [2. Feiertag der golden week] - 1947 wurde an diesem Tag die Nachkriegsverfassung in Kraft gesetzt. Er soll an sie und vor allem die wichtigsten Änderungen erinnern.
4. Mai - Kokumin no kyujitsu (Zwischentag) [Teil der golden week] - Neuester Tag der Golden Week. Er dient als Zwischentag um die ganze Woche lang frei zu haben.
5. Mai - Kodomo no hi (der Tag der Kinder) - Dieser Feiertag gebührt den Jungen. Den Söhnen wird eine gute Zukunft gewünscht. Aus Papier werden außerhalb und Samuraipuppen innerhalb des Hauses aufgestellt. Karpfen und Samurai symbolisieren Kraft und Erfolg im Leben. Traditionellerweise werden spezielle Süßigkeiten gegessen: Reisknödel in Bambusblätter und Reiskuchen in Eichenblätter eingewickelt. Die beiden Bäume symbolisieren ebenfalls Stärke und Erfolg.
Die golden Week sind die längsten Ferien neben den Neujahres- und Sommerferien. Viele Japaner verreisen daher während diesen Tagen. Sie fängt mit dem grünen Tag an und hört auf mit dem Tag der Jungen.
7. Juli - Tanabata (Sternenfest) - An diesem Tag treffen sich am Himmel zwei Sterne (Altair und Vega), die normalerweise durch die Milchstrasse voneinader getrennt sind. In der Nacht vom 7.Juli stellt man kleine Bambusbäume in den Garten und hängt Zettel mit Wünschen daraufgeschrieben an diese, in der Hoffnung, die Wünsche erfüllen sich. Tanabata stammt aus China, ist über die Jahrhunderte allerdings stark japanisiert worden. Die Stadt Sendai in der Tohokuregion ist besonders berühmt für ihr Tanabata Feste.
20. Juli - Umi no hi (Tag des Meeres) - ist ein sehr neuer nationaler Feiertag.
15. Sep. - Keiro no hi - Respekt gegenüber den älteren Menschen und die Langlebigkeit werden gefeiert.
Gräber in Japan 23. Sep. - Shubun no hi (Herbst Tagundnachtgleiche) - Die Gräber der Vorfahren werden in dieser Woche besucht. Der Tag ist ein nationaler Feiertag.
10. Okt. - Taiiku no hi (Gesundheit- und Sporttag) - an diesem Tag wurden die olympischen Sommerspiele von Tokio in 1964 eröffnet.
3. Nov. - Bunka no hi (Tag der Kultur) - Ein Tag für die Förderung von Kultur, Freiheit und Frieden. An diesem Tag werden Personen für spezielle kulturelle Aktivitäten ausgezeichnet.
15. Nov. - Schichigosan - fünf Jahre alte Jungen (go), sieben (shichi) und drei (san) Jahre alte Mädchen besuchen während diesem Festival einen Schrein und beten für gute Gesundheit und Wachstum. Shijigosan ist kein nationaler Feiertag.
23. Nov. - Kinro kansha no hi (Tag der Arbeit)
23. Dez. - Tenno no Tanjobi (Geburtstag des Kaisers) - Der Geburtstag des Kaisers Akihito. Wenn ein neuer Kaiser den Thron besteigt, wechselt das Datum.
24, 25. Dez. -Weinachten - ist kein nationaler Feiertag. Es wird aber in manchen Haushalten schon gefeiert und Einkaufszentren sind weihnachtlich dekoriert.



Schule und Bildung
japanisches Schulsystem

In Japan gilt die Schulpflicht von 6 bis 15 Jahren. Das Bildungssystem ist in Pyramidenform ausgerichtet. Die Grundschulzeit ist 6 Jahre lang, danach besuchen japanische Schüler die Mittelschule, die 3 Jahre dauert. Der Besuch einer Oberschule ist freiwillig und dauert noch einmal 3 Jahre. In Japan gibt es Schuluniformen, die man für Mädchen in zwei Kategorien einteilt: Die matrosenartige Uniform und die Uniform mit Blazer. Zu beiden Uniformen wird meist ein Rock getragen.
1868 wurde das Bildungswesen nach französischen und deutschen Vorbildern grundlegend erneuert. Nach dem zweiten Weltkrieg reformierten die Amerikaner das japanische Schulsystem nach ihrem Eigenen, in dem die Ausbildung in sechs Jahre Primarschule, je drei Jahre Junior High School und Senior High School und in vier Jahre Universität oder zwei Jahre Junior College eingeteilt wurde. über 90% der Schüler und Schülerinnen besuchen auch eine Senior High School und über 40% eine Universität oder ein Junior College. Der Prozentsatz an Studenten ist an Universitäten höher als derjenige der Studentinnen. An Junior Colleges ist es das Gegenteil.
Das japanische Schuljahr beginnt im April und besteht aus drei Trimestern, die durch kurze Ferien im Frühling und Winter und durch einen Monat Sommerferien getrennt sind. Kennzeichnend für japanische Schulen sind die Aufnahmeprüfungen für High Schools, Universitäten und einige private Junior High Schools und Primarschulen. Viele Schüler besuchen spezielle Vorbereitungsschulen, da die Aufnahmeprüfungen sehr schwer sind, neben dem regulären Unterricht oder für ein Jahr zwischen High School und Universität, um sich auf Aufnahmeprüfungen guter Schulen vorzubereiten. Deswegen finden sich in Großstädten mit besonderst guten Universitäten auch viele private Paukschulen. Wohl eine der beliebtesten und auch besten Universität Japans ist die Todai in Tokio.
Die Universitäten mit dem höchsten Prestige sind die nationalen Universitäten von Tokyo und Kyoto gefolgt von den besten privaten Universitäten. Die Zahl von internationalen Studenten in Japan ist sehr schnell angewachsen. Die meisten Studenten kommen aus anderen Teilen Asiens wie Korea, Hong Kong oder Taiwan.

Mittelschüler aus Japan


Hochzeit und Familie
traditioneller japanischer Hochzeits-kimono

Männer heiraten durchschnittlich mit 27 und Frauen mit 26. Traditionellerweise heiratet man im shintoistischem Stil in speziellen Kimonos. Bei den Männer schlicht gehalten und bei den Frauen weiß, meist mit großer Kapuze. Aber auch die westliche, christliche Art zu heiraten ist beliebt in Japan.
Hochzeitszeremonien werden in großen Hotels oder speziellen Hochzeitshallen durchgeführt. Jeder Gast bringt dem Paar Bargeld als Geschenk mit.
Das beliebteste Ziel der Hochzeitreise ist für die Japaner Hawaii. Nach der Hochzeit kündigt die Frau meist ihren Beruf und kümmert sich um die Kinder und den Haushalt. Der Vater ist Familienoberhaupt und verantwortlich für das Kapital der Familie.
Die Familie spielt in Japan eine wichtige Rolle. Viele Familie machen Wochenendausflüge mit ihren Kindern in den Freizeitpark oder in die Natur. Wenn die Eltern älter geworden sind, ziehen sie meist zu ihren Kindern, meist zu den erstgeborenen Söhnen.



korrektes Verhalten
Tatamiraum

korrekte Manieren sind für Japaner sehr wichtig.
Im japanischem Haus zieht man immer am Eingang die Schuhe aus und wechselt in Pantoffeln. Sie werden von den Gastgebern bereitgestellt. In Tatamiräumen, Räume die mit Bambusmatten ausgelegt sind, zieht man die Pantoffel aber aus, da man die Tatamimatten nur barfuss oder mit Strümpfen betreten darf. Die Mahlzeiten werden traditionell an einem tiefen Tisch im Tatamiraum eingenommen. Man sitzt auf dem Boden oder auf Kissen. Auch die Schlafräume sind traditioneller Weise mit Tatamirmatten ausgelegt. Die Futon, also die Matratzen, werden meist Tagsüber in einem Schrank verstaut, sodass man die Zimmer auch Tagsüber verwenden kann. Ein beliebter Tisch im Winter ist der beheizbare Kotatsu.
Eine Mahlzeit wird mit dem Spruch "Itadakimasu", was so viel bedeutet wie "ich empfange", begonnen. Man schließt es mit dem Spruch "gochiso sama deshita", die Bedeutung hierfür ist "danke für den Schmaus", ab. Das rülpsen und das Nase putzen ist in Japan in jeder Zeit sehr unhöflich. Wobei das laute Schlürfen beim Trinken von Tee und beim Essen von Nudeln üblich ist.

Toilette aus Japan Das tägliche Bad ist für den Japaner sehr wichtig. Neben der Hygiene dient es vor allem der Entspannung. Das gewöhnliche Badezimmer besteht aus zwei Räumen. Im ersten Raum steht ein Waschbecken und eine Waschmaschine. Im zweiten Raum findet man die Dusche und die tiefe Badewanne. Die beiden Räume sind durch eine Tür getrennt. Bevor man in die schon eingefüllte Badewanne steigt, wäscht man sich in der Dusche. Das Badewasser ist reines Wasser. Das Benutzten von Badezusätzen ist grundsätzlich nicht üblich, da das Badewasser von dem gesamten Haushalt genutzt wird. Moderne Badewannen verfügen auch über zahlreiche Zusätze wie einer Temperaturanzeige oder einer eingebauten Heizung, die das Wasser immer konstant auf einer vorgeschriebenen Temperatur hält. Die Japaner baden sehr heiß. Oft kann das Wasser bis zu 45°C erreichen.
In Japan unterscheidet man zwischen zwei Modellen von Toiletten: der westlichen Toilette und dem japanischem Modell. Die japanische Toilette ist hygienischer wie die Westliche, da man über ihr kniet und nie mit ihr in Berührung kommt. Auf öffentliche Toiletten findet man oft das japanische Modell vor. In Privathäusern trifft man aber immer häufiger auf westliche Toiletten, die meistens mit einigen Zusatzgeräten ausgestattet sind wie zum Beispiel einem beheizten Ring oder einem eingebautem Radio. Wichtig ist auch, dass man in Privathäusern extra Pantoffeln für die Toilette benutzt.



Höflichkeitsregeln
Verbeugung

Die Verbeugung ist die typische japanische Begrüßung. Um Achtung und Bescheidenheit zu demonstrieren verbeugt man sich stets tiefer als die Person gegenüber. Für Ausländer reicht aber ein leichter Händedruck. Die Begrüßungsart ist Bedingungssache. Die meisten Jugendlichen grüßen sich untereinander nicht mit der höflichen Verbeugung.
Die normale höfliche Anrede ist der Familienname und die Anhangssilbe -san. Bei Verwandten und Freunden werden meist einfach nur die Vornamen verwendet.

Visitenkarten Wenn ein Japaner sich vorstellt, dann sagt er zuerst seinen Familiennamen und dann seinen Vornamen. Danach holt er meistens aus seinem Geldbeutel eine Visitenkarte. Für die Japaner ist das Austauschen von Visitenkarten wichtig. Jeder Geschäftmann sollte Visitenkarten besitzen, die er in ein Extrafach im Portemonnaie aufbewahrt. Man übergibt und nimmt mit beiden Händen die Visitenkarte und verbeugt sich leicht. Danach betracht man sie aufmerksam und steckt sie zu seinen eigenen Visitenkarten in das Extrafach. Viele Geschäftsleute legen ein Album mit ihren gesammelten Visitenkarten an, um die Personen schneller ausfindig zu machen.



Sitztechnik und Sitzordnung
Frauensitz formeller Sitz Männer Sitz
Frauensitz formeller Sitz Männersitz

Der aufrechte Sitz am Boden ist in Japan immer noch üblich. Beim Essen sitzt man um einen tiefen Tisch herum und bei der Teezeremonie sitzt man sich gegenüber. Überhaupt bei fast allen traditionellen Anlässen sitzt man auf dem Boden.
Die formelle Art auf dem Boden zu sitzen ist das Knien. Die Beine werden parallel aneinander unter sich platziert. Man sitzt auf den Fersen. So sitzt man bei Teezeremonien und bei anderen formellen Anlässen. Die Japaner erwarten von Ausländern nicht, dass sie in dieser Position lange sitzen können.
Männer sitzen üblicher Weise im Schneidersitz und ihre Arme legen sie lässig auf die Beine. Frauen sitzen kniend, während sie ihre Beine seitlich legen. Sie legen ihre Hände auf ihre Oberschenkel.
Zur Sitzordnung gibt es auch einige wichtige Regeln. Der wichtigste und sozial am höchsten stehende Gast sitzt auf dem Ehrenplatz, den kamiza. Es ist der Platz der am weitesten vom Eingang entfernt ist. Der Ehrengast kann auch vor einem tokonoma Platz nehmen. Der Gastgeber sitzt neben dem Eingang (japanisch shimoza).



Geschenke und Verschenken

Grundsätzlich überreicht und empfängt man Geschenke mit beiden Händen, wobei man sich leicht verbeugt.
Zweimal im Jahr, im Dezember vor Neujahr und im Juni vor Obon, beschenken sich Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen. Im Winter werden diese Geschenke Oseibo und im Sommer Ochugen genannt. Sie sind um 5.000 Yen wert und meist Esswaren, Haushaltsgüter oder guter Wein. Zu diesem Anlass wird den Arbeitern im Juni und im Dezember ein geringer Bonus ausgezahlt.
Um sich zum Beispiel für eine Einladung zu bedanken überreicht der Japaner seinem Gastgeber Geschenke, sogenannte Temiyage. Meist sind dies Kuchen, Süßigkeiten oder Sake.
Japaner legen großen Wert auf Souvenirs. Ein Japaner bringt nach jeder privaten- oder Geschäftsreise seinen Freunden, Verwandten und Kollegen ein kleines Andenken, sogenannte Omiyage, mit.
Geburtstage und Weihnachten werden, nach japanischer Tradition, nicht gefeiert. Seit der Anpassung an den Westen feiert man unter Verwandten und Freunden diese Anlässe manchmal schon.



Wie verbringen Japaner ihre Freizeit?
Kaufhäuser in Shinjuku bei Nacht

Japaner lieben Freizeitpärke und alles wo man seine Freizeit genießen kann. In Japan findet man unzählige Freizeitparks, Nationalparks und Kaufhäuser. Das Tokio Disneyland (kurz TDL) ist der beliebteste Freizeitpark in Japan. Hauptsächlich besucht von Familien mit kleinen Kindern, frisch verliebten Pärchen und jungen Mädchen.
Es gibt ganze Gebiete, in Großstädten, wo Kaufhäuser (depaato vom englischen department store abgeleitet) nebeneinander stehen. Die größten Gebiete in Tokio sind die Shinjuku, die Ginza und die Shibuya- Harajuku. Es gibt in Kaufhäusern extra Bahnhöfe, da Zugverbindungen meist auch von großen Firmen, die auch Kaufhäuser bauen, hergestellt werden.
Eine weitere Freizeitbeschäftigung sind Spiele. Oft findet man in Japan Pachinkosalons vor. Pachinko ist eine Mischung aus Slot und Flipper. Man wirft eine kleine Stahlkugel rein, kontrolliert die Geschwindigkeit und schießt die Kugel in die Maschine. Entweder die Kugel verschwindet oder sie fällt in ein spezielles Loch und aktiviert eine Art Slotmaschine. Wenn jetzt auch noch drei gleiche Symbole erscheinen, gewinnt man viele solcher kleinen Kugeln und kann weiter sein Glück versuchen.

Eine Pachinkohalle von innen
Eine Pachinkohalle von innen
Pachinkohallen sind leicht zu erkennen. Sie haben ein helles und farbiges Aussehen und bieten manchmal auch Slotmaschinen. Drinnen ist es sehr laut und voller Zigarettenrauch. Die Gänge sind so groß wie ein Mensch breit ist. Viele Japaner spielen nicht nur an einer Maschine, sondern benutzen mindestens drei auf einmal. Da in Japan Geldspiele verboten sind, werden die Kugeln in Gegenstände umgetauscht und manchmal dann auch die Gegenstände in Geld.
Ein weiteres beliebtes traditionelles Spiel ist Mahjongg. Mahjongg erfreut sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Die Regeln sind nicht schwer. Man hat ein Feld aus verschiedenen Schichten und muss diese abbauen. Es sind kleine Steine mit einem meist farbigen Symbol darauf. Man muss Pärchen finden und darf nur die Steine benutzen, die mindestens an zwei Seiten keine Verbindung zu anderen Steinen haben. Im Internet gibt es zur Zeit zahlreiche Versionen zum downloaden. Man spielt es auf Zeit, Punkte oder zum Vergnügen.
Mah Jongg Spielmaterial
Ein Shogi Spielfeld Shogi ist eine Art japanisches Schach und wurde im 8. Jahrhundert aus China importiert. Die Regeln von Shogi haben sehr viele Gemeinsamkeiten mit den Regeln des westlichen Schachspiels. Das Spielbrett ist jedoch in 81 Felder unterteilt, und jeder Spieler startet mit 20 Figuren. Im Gegensatz zum Schach kann ein Spieler eroberten Figuren auch für sich selbst weiterverwenden.
Der Sieger ist derjenige, der sein Gegenüber in eine aussichtslose Situation zwingt.
Shogimeisterschaften finden jährlich statt.
God Child, ein Manga Cover Wohl die beliebteste Freizeitbeschäftigung ist Manga. Manga sind japanische Comics. Diese schwarz-weiß oder bunten Taschencomics sind, wie es in westlichen Ländern nicht üblich ist, nicht nur für Kinder bestimmt. Gerade zu für jeden Geschmack und jedes Alter gibt es diese Bücher. Von Dramas bis zu romantischen Liebesgeschichten, es gibt wohl keinen unberügsichtigen Fachbereich. Auch in den westlichen Ländern sind Manga sehr populär geworden und erfreuen sich immer mehr Anhänger, besonderst in Deutschland.
Anime sind japanische Zeichentrickfilme. Sie sind aufwendig produziert, mit vielen Sound- und Spezialeffekte versehen. Die Synchronsprecher erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind meist berühmter als die Filme die sie synchronisieren. Auch Anime sind in westlichen Ländern sehr populär. Meist sind es auch Verfilmungen von beliebten Manga.
Popmusiker singen auch meist Lieder zu berühmten Anime, die meisten Sänger werden dadurch erst richtig populär. Es gibt sogar extra Anime-Musiker, die berühmt dafür sind, das sie Anime mit ihrer Musik begleiten.
Karaoke ist das Singen des Textes eines Liedes zu seiner Instrumental-version. Der Text des Liedes läuft zeitgleich mit der Musik auf einem Bildschirm mit. Karaoke stammt ursprünglich aus Japan und Karaokeläden sind überall in Japan verteilt. Sie bestehen aus mehreren Räumen, den Karaokeboxen. Diese Räume sind ausgestattet mit einem Karaokespieler, einem Bildschirm, Mikrofonen, Stühlen und Tische. Die Räume sind unterschiedlich groß, meistens für zwei bis sechs Personen. Die gewünschten Titel werden per Fernbedienung gewählt und automatisch nach wenigen Sekunden startet der Titel. In manchen Karaokeläden kann man sich auch noch Essen und Trinken bestellen. Heutzutage sind Geräte für zu Hause auch sehr beliebt geworden.
Natürliche Thermalquellen (onsen) sind in Japan sehr oft vorzufinden, da Japan in einer Region liegt, wo sich mehrere Kontinental-platten treffen. Viele kleinere Ortschaften sind zu großen Kurorten angewachsen, da die onsen in Japan sehr beliebt sind. Wegen den Mineralien im Wasser werden den Thermalquellen sehr große Heilkräfte zugeschrieben. Das Wasser von den Thermalquellen wird nur zum Baden benutzt und nie getrunken.
Das Baden ist für den Japaner sehr wichtig und dient vor allem der Entspannung. Die öffentlichen Bäder (sento) existieren seit der Edo Periode. Damals waren sie unersetzlich, da noch nicht jeder Privathaushalt ein Badezimmer hatte. Heutzutage wird versucht mit neuen Attraktionen wie Saunas und Fitnessstudios Besucher anzulocken. Die Bäder verwenden manchmal auch das Wasser von Thermalquellen. Man badet stets ohne Badesachen, dass heißt nackt, und es wird nach den Geschlechtern getrennt gebadet.

natürliche japanische Heilquellen (onsen)


japanische Medien

Japaner schauen sehr gern und auch sehr oft Fernsehen. Kabelfernsehen ist zwar nicht sehr verbreitet in Japan, aber das benötigen die Japaner auch nicht. In Tokio kann man mit einer einfachen Raumantenne mindestens sieben Kanäle empfangen. Neben der staatlichen NHK gibt es mehrere private Stationen und auch Pay TV Kanäle existieren in Japan.
Die beliebtesten Programmtypen sind Serien, Nachrichten, Sport-programme und natürlich Spielshows. Die Spielshows sind äußerst originell, jedoch regen die meisten nicht unbedingt zum mitmachen an. Japanische Programme versuchen aber auch, meist auf unterhaltsame Weise, ihren Zuschauern etwas über die Natur, die Geschichte oder andere Kulturen beizubringen.



Essen und Trinken

Die meisten typisch-japanischen Gerichte enthalten Reis und/ oder Meerestiere.
Vor über 2000 Jahren begannen die Japaner Reis anzupflanzen. Seit dem Zeitpunkt an ist Reis das fundamentale Nahrungsmittel in Japan. Das bemerkt man schon in der Sprache, da das Frühstück in Japan asa-gohan genannt wird. Es bedeutet so viel wie Morgenreis. Reis ist die typische Beilage und zwar im gekochten, klebrigen Zustand. In Japan besitzt jeder gut ausgestattete Haushalt einen Reiskocher, indem man Reis kochen und warm halten kann. Nigiri ist zu Ballen geformter Reis mit Füllung, wie zum Beispiel eingelegte Pflaumen. Es ist eingewickelt in getrocknete Algenblätter und ein sehr beliebter schneller Snack in Japan. Aus Reis stellt man aber nicht nur Esswaren her. In Japan stellt man aus Reis auch Wein und Essig her.
Sashimi ist roher Fisch. In Japan isst man mehrere Fischarten roh. Sashimi kann als Sashimi oder als Nigirisushi, das heißt auf einem Ball Sushireis gegessen werden.
Üblicherweise wird der rohe Fisch in etwa 8x3x1 cm große Stücke geschnitten und serviert. Beim Essen taucht man die Sashimistücke kurz in Sojasauce. Je nach Fischart wird der Sojasauce Wasabi, eine grüne, scharfe Meerrettichcreme oder geriebener Ingwer beigegeben.
Einige der berühmtesten Sashimiarten sind Maguro, der mit Thunfisch zubereitet wird, Toro aus dem fettigerem Teil des Thunfisch, Ika aus Tintenfisch, Tako aus Oktopus, Ebi mit Garnelen, Saba mit Makrelen und Sake mit Lachs.
Sushi ist die beliebteste Speise unter den Japanern und wohl die berühmteste japanische Mahlzeit.
In der Edo Periode, war "Sushi" das Wort für in Essig eingelegtem Fisch. Heute ist Sushi eine Speise, die Sushireis enthält. Sushireis wiederum ist Reis, der mit Sushiessig zubereitet wurde. Es gibt viele verschiedene Sushispeisen. Zum Beispiel: Nigiri Sushi ist das klassische Sushi: roher Fisch auf Reisballen.
Norimaki Sushi sind Sushirollen, das heißt Reis, Meeresfrüchte und anderes in nori (getrocknete Algenblätter) eingewickelt. Futomaki Sushi sind dicke Norimaki.
Okonomiyaki ist eine Mischung zwischen Pfannkuchen und Pizza. "Okonomi" bedeutet "nach Ihren Wünschen" und "yaki" bedeutet soviel wie "braten". Wie bei einer Pizza, können alle möglichen Zutaten verwendet werden.
Okonomiyaki wird in den verschiedenen Regionen Japans auf verschiedene Weisen zubereitet. In Hiroshima, das für Okonomiyaki bekannt ist, wird es zusammen mit oder auf Yakisoba (gebratene Nudeln) serviert. Zu Okonomiyaki gehört auch eine spezielle braune Okonomiyakisauce. Man kann aber auch Mayonnaise als Sauce verwenden. Aonori ist ein Streugewürz aus blaugrüner Alge. Es ist wichtig für den typischen Okonomiyaki- Geschmack.
Die Sojabohne ist in der japanischen Küche in vielen verschiedenen Formen anzutreffen. Die Sojasauce (Shoyu) ist das wichtigste Gewürz der Japaner und wird für die Zubereitung der meisten Gerichte verwendet. Die Sojasauce ist auch in Amerika und Europa schon sehr beliebt geworden. Natto sind schleimige, gegärte Sojabohnen mit starkem Geruch und Geschmack. Nicht jedermann mag Natto. Viele Ausländer und auch Japaner vermeiden diese Speise, die normalerweise zum Frühstück mit Reis gegessen wird. Tofu kann in sehr vielen verschiedenen Weisen serviert werden. Im Westen wird Tofu als geschmacksloser Fleischersatz für Vegetarier angesehen und oft auch so zubereitet. Japanische Tofugerichte sind aber äußerst geschmacksvoll und köstlich.
Fritierter Tofu heißt Aburage (man verwendet es zum Beispiel für Inarisushi) oder Atsuage, was dicker ist als Aburage. Miso ist eine braune Paste aus Sojabohnen. Die beliebte Misosuppe ist zubereitet, indem man Miso in Wasser auflöst.
Die meisten Restaurants präsentieren ihre Speisekarten am Eingang in einem Schaufenster. Die ausgestellten Esswaren sind aus Wachs und geben einen sehr guten Eindruck von dem, was man erwartet.
Beim Eintreten wird man vom Personal mit dem Spruch "Irashaimase" begrüßt. Japanisches Restaurantpersonal ist sehr höflich, effizient und aufmerksam. Nachdem man sich gesetzt hat, wird gratis grüner Tee oder Wasser serviert und später ständig nachgefüllt. Man bekommt ebenfalls ein Erfrischungstuch, ein sogenanntes oshibori, mit dem man sich die Hände kurz waschen kann. Die Essstäbchen befinden sich meistens in einem langen Gefäß. Sie sind aus Holz und müssen vor dem Gebrauch auseinandergebrochen werden. Die Rechnung wird umgedreht auf den Tisch gelegt. Bezahlt wird an einer Kasse am Ausgang. Wie überall in Japan wird auch in einem Restaurant kein Trinkgeld bezahlt.
Tee ist das verbreiteste Getränk in Japan. Verschiedene Sorten von Tee, die in Japan getrunken werden sind zum Beispiel der Ocha (Ryokucha), dass ist der gewöhnliche grüne Tee. Macha wird in der Teezeremonie verwendet und schmeckt etwas bitter. Kocha ist typischer englischer Tee. Japaner trinken auch gern chinesischen Tee wie zum Beispiel Oolongtee und Jasmintee.
Grüner Tee wird überall und immer getrunken. Im Gegensatz zu englischem Tee wird grüner Tee in Tassen ohne Henkel serviert und nie mit Zucker oder ähnlichem getrunken.
Die korrekte Weise, zu trinken ist, die Tasse in die eine Hand zu nehmen und sie mit der anderen Hand von unten zu stützen.
Verschiedene Arten von Tee, Softdrinks, Fruchtsäfte und Kaffee werden, kalt und heiß, an Getränkeautomaten verkauft, die an jeder Straßenecke zu finden sind. Die meisten Getränke kosten um die 110 Yen. Automaten verkaufen auch andere Sachen wie Esswaren und Zigaretten.
Alkoholische Getränke erfreuen sich sehr hoher Beliebtheit in Japan. Vor allem die Männer trinken sehr gern und sehr viel Alkohol. Es ist üblich mit Arbeitskollegen, mindestens einmal pro Woche, nach Feierabend trinken zu gehen. Als deutscher Reisender sollte man vermeiden, den Trinkspruch "chin chin" zu benutzen, weil es dem japanischem Wort für "Penis" entspricht. Die beliebtesten alkoholischen Getränke sind zum Beispiel Bier, Asahi, Kirin und Sapporo sind die bekanntesten Marken. Japanischer Sake (nihonshu), er wird aus Reis hergestellt und der Alkoholanteil beträgt zwischen 10-20%. Sake wird heiß und kalt getrunken. Der sehr süße japanische Pflaumen Wein wird japanese plum wine genannt. Japanische Geschäftsmänner trinken gern mit Wasser verdünnten und mit Eiswürfel servierten Whisky.
Beim Essen mit Essstäbchen gibt es einige Regeln die man befolgen sollte, wenn man in Japan zu Gast ist, da viele versehentliche Fehler an Beerdigungen erinnern. Man sollte nie die Stäbchen in Esswaren, besonders nicht in Reis, stechen. An Beerdigungen wird am Altar in eine Schale voll Reis Stäbchen gesteckt. Auch wird an Beerdigungen die Knochen der Verstorbenen von Stäbchen zu Stäbchen gereicht, also sollte man dies auch beim Essen vermeiden. Außerdem sollte man nie Esswaren aufspießen oder mit den Essstäbchen auf jemanden zeigen.
Messer und Gabel benutzt man um westliche Speisen zu essen. Der Löffel wird auch für japanische Gerichte, zum Beispiel Curry Reis, benutzt. Der chinesische Keramiklöffel wird vor allem zum Essen von Suppen gebraucht.



Der Verkehr in Japan

1868, also nach der Meji Restoration, war die neue Regierung am Bau von Eisenbahnen sehr interessiert. Die erste Linie zwischen Tokio und Yokohama wurde 1872 vollendet. Schon bald wurden mehr Gesellschaften gegründet und 1889 wurde die Tokaidolinie zwischen Tokio und Osaka in Betrieb genommen. 1906 wurden die Eisenbahngesellschaften verstaatlicht. Am Ende des zweiten Weltkrieges, also 1945, war das Eisenbahnsystem sehr schwer beschädigt und erst Jahre später wurde diese Krise überwunden. 1949 wurde die "Japanese National Railway" kurz JNR gegründet. Der Tokaido Shinkansen wurde 1964 in Betrieb genommen. 1987 musste die JRN wegen hoher Verschuldung privatisiert. Sie wurde in sechs private, regionale Betriebe unterteilt. In die Hokkaido JR, die East JR, die Central JR, die West JR, die Shikoku JR, und die Kyushu JR.
Die JR Gesellschaften betreiben den städtischen, regionalen und interregionalen Zugverkehr inklusive die Shinkansenlinien. In Großstädten existieren auch noch andere, private Gesellschaften. Die japanischen Züge sind zwar sehr pünktlich und zuverlässig, aber auch ziemlich teuer.
Die Hochgeschwindigkeitszüge heißen Shinkansen und werden von verschiedenen JR Firmen betrieben. Die meisten Lienen verbinden Tokio mit dem Norden und dem Westen des Landes.
Der Tokaido Shinkansen verbindet Tokio mit Kyoto und Osaka. Die Tokaidolinie ist die erste Shinkansenlinie auf der der erste Hochgeschwindigkeitszug im Jahr 1964 in Betrieb genommen wurde. Der San-yo Shinkansen führt von Osaka weiter in den Westen auf die Insel Kyushu nach Fukuoka. Zwischen Tokio und Fukuoka existieren noch weitere wichtige Stationen wie zum Beispiel Yokohama, Nagoya, Kobe und Hiroshima. Die Züge der Tokaido und San-yo Linie werden in drei Kategorien eingeteilt. Die Nozomi sind die schnellsten und modernsten Züge, die nur an den wichtigsten Haltestellen halten. Die Hikari Züge halten etwas öfters wie der Nozomi. Die Kodama Züge halten an jeder Station, sind aber dennoch Hochgeschwindigkeitszüge.
Im Jahre 1982 wurde der Tohoku Shinkansen und der Joetsu Shinkansen, die ersten Linien, die Tokio mit dem Norden Japans verbindet, eingeweiht. Der Tohoku Shinkansen fährt nach Morioka und der Joetsu Shinkansen nach Niigata. Weitere Shinkansenlinien sind zum Beispiel der Yamagata Shinkansen, der von Fukushima nach Yamagata fährt, der Akita Shinkansen, der von Morioka nach Akita fährt, und der Hokuriku Shinkansen, der von Takasaki nach Nagano fährt.
Der heutige Shinkansen fährt durchschnittlich mit einer Geschwindigkeit von 300km/h. Der Service in diesen Zügen ist hervorragend und sie sind sehr pünktlich.
In vielen Großstädten sind Busse nur von sekundärer Bedeutung. Sie dienen nur der Feinverteilung. Auf dem Land verbinden die Busse die Ortschaften mit dem nächstgelegenem Bahnhof. Es gibt verschiedene Zahlungssysteme, je nach dem wo man sich befindet. In der Hauptstadt Tokio gilt ein Pauschalpreis. Der Fahrgast bezahlt beim Einsteigen einen bestimmten Betrag, egal wo er aussteigt. Außerhalb von Tokio steigt man an der hinteren Tür ein, zieht eine Nummer und bezahlt dann, je nach Nummer, beim Aussteigen einen bestimmten Betrag.
Busfahren ist sehr stressig.
Die japanischen Taxis sind sehr teuer und werden meist nur Abends genutzt, da die meisten Züge und Busse nachts nicht fahren. An wichtigen Bahnhöfen entstehen dann oft sehr lange Schlangen. Bei japanischen Taxis sind zwei Dinge von wichtiger Bedeutung: Die Türen öffnen und schließen sich automatisch und das Trinkgeld ist im Fahrpreis schon berücksichtigt.
In Japan herrscht Linksverkehr. Der Führerschein ist sehr teuer und gesetzlich ab 18 erlaubt. Beim Autofahren mit Gästen gibt es einige Regeln. Zum Beispiel gelten Rücksitze besser als die Frontsitze. Der Platz hinter dem Fahrer gilt als der beste.
Der internationale Flughafen von Tokio liegt in Narita, in der Chiba Präfektur. Das Terminal 1 ist das ältere der beiden Terminals und wird von Europäischen Gesellschaften wie zum Beispiel der Lufthansa genutzt. Das Terminal 2 ist morderner und größer und wird von japanischen und amerikanischen Gesellschaften benutzt.
Der zweitgrößte internationale Flughafen Japans ist der Kansai International Airport in der Region Kansai.



Unterkünfte in Japan

Ein Ryokan ist ein traditionelles, japanisches Gasthaus. Man unterscheidet zwischen kleinen, altmodischen Gebäude und großen, moderne Hotels. Sie bieten immer traditionell-japanische Zimmer an. In Kyoto findet man Ryokan die in allen Reiseführer beschrieben sind. Es sind traditionelle Gebäude, in denen man für viel Geld eine Nacht in typisch japanischer Atmosphäre, also mit Tatamiraum, mit japanischen Mahlzeiten und einem japanischen Bad, verbringen kann. Andere Ryokan sind groß und modern und man findet sie meist in Ortschaften mit Thermalquellen. Sie sind dennoch typisch japanisch eingerichtet.
Im Ryokan wird man von einer Dame im Kimono betreut. Sie bringt die Mahlzeiten, serviert den Tee und bereitet die Yukata und den Futon, das japanische Bett, vor.
Das Minshuku ist dem Ryokan sehr ähnlich. Der einzigste Unterschied ist, dass das Minshuku wesentlich billiger ist. Sie sind mit dem westlichen Bed and Breakfast vergleichbar.
Die Jugendherberge ist die billigste Unterkunftsmöglichkeit für Touristen. Eine Nacht kostet um die 3000 Yen. Die Jugendherbergen unterscheiden sich kaum von den Europäischen. Die Badezimmer und auch das Frühstück könnten das Einzigste sein, dass sie vom Europäischen unterscheidet.
Für Touristen ist es auch möglich in einem buddhistischen Tempel zu übernachten, wenn man höflich danach fragt. Eine andere Möglichkeit ist mit dem sogenannten Homestay bei einer Gastfamilie zu wohnen.
Die japanischen Hotels sind sehr teuer. Sie wurden nach westlichen Vorbildern gebaut. Die sogenannten Businesshotels haben kleine, westlich eingerichtete Zimmer. Die Mahlzeiten werden meist an einem Automaten verkauft.
In Love Hotels kann man Zimmer stündlich mieten. Man findet sie überall in Japan und sie sind leicht zu erkennen. Sie haben meist französische Namen und sind im französischen oder englischen Stil gebaut. Sie werden von Liebespärchen genutzt, die einige gemeinsame Stunden verbringen möchten. Sie sind mit einem großen Doppelbett und einem großen Bad eingerichtet. Das Einchecken läuft sehr anonym ab. Man wählt ein Zimmer an einer Tafel, indem man den entsprechenden Knopf auf einer Tafel drückt. Man bezahlt an einem kleinen Schalter und erhält den Schlüssel. Man bezahlt nach Stunden und wenn die bezahlte Zeit abgelaufen ist, rufen der Rezeptzionist im Zimmer an.
Für längere Aufenthalte lohnt es sich ein Guesthouse (gaiyin house) zu mieten. Sie werden wochenweise oder monatsweise vermietet. Tokioter Firmen vermieten auch Guesthousezimmer an ihre Mitarbeiter.
Es werden ganze Wohnungen und einzelne Räume in Wohngemeinschaften vermietet. In Wohngemeinschaften teilen mehrere Personen die Küche und das Badezimmer. Es werden westlich eingerichtete sowie japanisch eingerichtete Wohnungen angeboten. Der Preis für einen Raum in einer Wohngemeinschaft ist etwa 400€. Eine Wohnung für eine Person für einen Monat kostet mindestens 670€. Die Häuser können ziemlich alt und dreckig sein. Aber das größte Problem könnten rücksichtslose Mitbewohner sein. Die Wohnungen sind normalerweise mit den wichtigsten Küchenwaren, einem Futon, einem japanisches Bett, einem Münztelefon, und manchmal einem Fernseher ausgestattet.



traditionelle japanische Theater

Kabuki ist das traditionelle japanische Theater mit Ursprung in der Edo Periode. Es war die einzigste Kunst die bei allen beliebt war. Meist handeln die Stücke von historischen Ereignissen, moralischen Konflikten in einer Beziehung oder anderem. Die Schauspieler sprechen in einem altmodischen Japanisch und mit monotoner Stimme. Sie werden von traditionellen Musikinstrumenten begleitet. Die drehbare Kabukibühne (kabuki no butai) ist mit vielen Gadgets wie Falltüren ausgestattet. Ein wichtiges Teil dieser Bühne ist der Laufsteg (hanamichi) der durch das Publikum führt. In den Anfängen spielten Frauen und Männer Kabuki. Jedoch wurde den Frauen im Laufe der Zeit untersagt Kabukischauspieler zu werden. Noch heute gibt es nur männliche Schauspieler, manche davon haben sich auf Frauenrollen spezialisiert.
No ist eine sehr alte Form des japanischen Theaters mit Ursprung im 14. Jahrhundert. Die Schauspieler sprechen mit einer sehr monotonen Stimme und tragen Masken. Wie in jeder Theaterform werden auch die Nohspieler von traditionellen Musikinstrumenten begleitet. Die Nohbühne steht im Freien und wird von vier Säulen gestützt. Sie besitzt nur eine Wand.
Bunraku ist traditionelles japanisches Puppentheater. Sein Ursprung hat es in der Edo Periode. Bunraku und Kabuki sind sich sehr ähnlich. Der einzigste Unterschied sind die ein Meter großen Puppen im Bunraku. Bis zu drei Personen sind für eine Puppe verantwortlich und lassen sie richtig lebendig wirken.



Musik

J-Pop ist japanische Popmusik, die der westlichen Popmusik sehr ähnlich ist. Obwohl in japanischer Musik wesentlich mehr Wert auf Computer-animierte Musik gelegt wird. Die Texte sind gewöhnlich auf Japanisch, enthalten jedoch englische Ausdrücke oder einen englischen Titel. J-Pop Künstler sind sehr berühmt und treten oft im Fernsehen auf. Sie sind auch in anderen asiatischen Ländern sehr beliebt.
Enka ist eine Art Soulmusik in Japan. Es war die japanische Popmusik vor dem zweiten Weltkrieg. Die Lieder handelten meist von unglücklicher Liebe und werden meist in Kimonos vorgetragen. Enka ist unter älteren Generationen am beliebtesten.
Traditionelle japanische Musikrichtungen (hogaku) sind zum Beispiel Gagaku, dass ist antike Hofmusik aus Korea und China und ist wohl die älteste, traditionelle, japanische Musikrichtung. Minyo sind japanische Volkslieder. Dann gibt es noch einige Musikrichtungen die mit speziellen Instrumenten gespielt werden. Biwagaku wird mit einer Art Gitarre mit vier Saiten, der Biwa, gespielt. Nogaku wird zu den Nohvorstellungen gespielt. Es besteht aus einem Chor mit Hayashiflöten, Tsumitrommeln und anderen Instrumenten. Sokyoku ist Musik gespielt mit einer Zither mit 13 Saiten, dem Koto. Später wird sie von der Shamisen und dem Shakuhachi begleitet. Shakuhachi ist gespielt mit einem Musikinstrument, dem Shakuhachi, dass ist eine etwa 55 cm lange Flöte. Shamisenongaku wird mit einer Art Gitarre mit drei Saiten, der Shamisen, gespielt. Kabuki- und Bunrakuvorstellungen werden von dieser Musik begleitet.



japanische Sportarten

Sumo ist die japanische Art des Ringen und ist Japans Nationalsport. Es entstand im antiken Japan und beruht auf religiöse Vorstellungen für Shintogötter. Auch heute noch werden viele traditionelle Rituale befolgt, zum Beispiel das symbolische reinigen des Kampfringes mit einer Hand voll Salz. Die Regeln von Sumo sind einfach: Wenn man den Boden mit einem anderen Körperteil außer der Fußsole berührt oder den Ring verlässt hat man verloren. Richtige Kämpfe dauern meist nicht länger wie ein paar Sekunden. Sechs wichtige Turniere finden jährlich in Tokio, Fukuoka, Osaka und Nagoya statt. Ein Turnier dauert 15 Tage.
Sumoringer leben in speziellen Sumohäusern, wo strikte Regeln befolgt werden müssen. Die spitzen Athleten, die zwischen 18 und 35 Jahre alt sind, durchlaufen ein sehr hartes Training und essen sehr viel. Nach den Mahlzeiten legen sie sich schlafen um an Masse zu gewinnen. Sumo ist sehr beliebt und die Turniere werden weltweit im Fernsehen gesendet.
Judo wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus der antiken Kriegskunst jujutsu von Professor Jigoro Kano entwickelt. Das Gewinnen ist bei Judokämpfen nur zweitranig. Vielmehr geht es um das Traning von Körper und Geist. Die buchstäbliche Übersetzung von Judo ist "der sanfte Weg", es bedeutet, dass bei Judo Technik wichtiger ist als Kraft. Die besten Kämpfer tragen den roten Gürtel.
In Karate verteidigt man sich mit der Faust, dem Ellbogen und den Füßen. Es ist verwandt mit dem chinesischen Kung-fu und dem koreanischen Taekwondo. Karate-do heißt "der Weg der leeren Hand". Man benutzt also keine Waffen. Man unterscheidet zwischen zwei grundsätzlichen Karatevorführungen: dem Kata, in dem ein einzelner Kämpfer sein Können den Schiedsrichtern vorführt. Präzision, Technik und Haltung sind die Bewertungskriterien. Im Kumite ist es ein Kampf zwischen zwei Personen, die sich aber kaum berühren, sondern ihre Schläge kurz vor dem Körper des Gegenübers abbremsen. Ein potentieller KO-Schlag beendet den Kampf.
Aikido ist eine japanische Kriegskunst, mit der ohne große Kraftaufwände Gegner überwunden werden. Wie in fast allen japanischen Kriegskünsten, ist das Training des Geistes auch in Aikido von höchster Bedeutung.
Kendo ist das japanische Fechten. Wörtlich übersetzt bedeutet es "der Weg des Schwertes". Moderne Kendokämpfer müssen sehr gut geschützt werden und benutzen Bambusschwerter. Das Trainig des Geistes ist auch in dieser Kriegskunst von höchster Bedeutung.
Kyudo ist die japanische Kriegskunst des Bogenschiessens, es bedeutet "der Weg des Bogens". Pfeil und Bogen waren lange Zeit sehr wichtige Waffen in japanischen Kriegen und wurden auch auf der Jagd benutzt. Heutzutage wird Kyudo als Hobby gepflegt. Der Bogen ist etwa zwei Meter lang und die Zielscheiben befinden sich normalerweise in einer Distanz von entweder 28 oder 60 Metern. Wohl der wichtigste Teil in Kyudo ist die rituelle Vorbereitung vor jedem Schuss. Das Training des Geistes in Kyudo ist wegen des Einflusses von Zen Buddhismus, der die Mentalität des japanischen Kriegers stark geprägt hat, sehr wichtig.



Kunst und Handwerk

Bonsai ist die Kunst bestimmte Pflanzen möglichst klein zu halten. Die Kiefer ist ein Baum der in der freien Natur mehrere Meter hoch wachsen kann. Dieser Baum ist der typische Bonsaibaum. Es werden auch andere Baum- und Pflanzenarten verwendet. Die Pflanze wird oft von einem Topf in einen neuen Topf gepflanzt, wobei ihr die Wurzeln etwas geschnitten werden.
Bonsai ist auch außerhalb Japans sehr populär geworden.
Die Teezeremonie ist die traditionelle Weise, Tee zu zubereiten und zu servieren. Die Teezeremonie hat ihre Ursprünge im 16. Jahrhundert und wurde stark vom Zen-Buddhismus beeinflusst.
Heutzutage ist die Teezeremonie ein beliebtes Hobby. Viele Japaner nehmen Teezeremonie-Lektionen bei einem Lehrer. Die Zeremonien werden in traditionellen, japanischen Räumen durchgeführt. Es sind die sogenannten Tatamiraum.
Die Teezeremonie selbst besteht aus sehr vielen Ritualen, wo fast jede Handbewegung vorgeschrieben ist. Der Tee ist bitterer, grüner Machatee, der aus zerriebenen Teeblättern hergestellt wurde.
Ikebana ist die Kunst des Blumensteckens. Der Ikebanakünstler versucht, die drei Elemente Himmel, Erde und Menschheit in harmonischem Gleichgewicht ästhetisch darzustellen. Diese Kunst wurde im 16. Jahrhundert entwickelt. Heutzutage existieren viele moderne Stilrichtungen. Einige Künstler verwenden andere Materialien wie Glas und Eisen anstatt Blumen. Der traditionelle, japanische Stil mit Blumen wird Kado genannt.
Origami ist die Kunst des Papierfaltens ohne Leim und Schere.
Das beliebteste Faltobjekt ist der Kranich. Es wird gesagt, dass 1000 Kraniche einen Wunsch erfüllen. Kraniche werden kranken Personen geschenkt, um ihnen rasche Genesung zu wünschen. Der gefaltete Kranich ist auch ein Symbol des Friedens. In den Friedensparks von Hiroshima und Nagasaki werden große Mengen an Kranichen neben den Monumenten, die an den Abwurf der Atombomben erinnern, niedergelegt.
Andere beliebte Faltobjekte sind Blumen, Ballone, Goldfische, Frösche und Schwäne. Es gibt unzählige Faltobjekte.



Samurai
geschichtliche Zusammenhänge

Anfangs betrachtete die kaiserliche Regierung das Aufkommen der Kriegerfamilien, der ersten Samurai, mit Gelassenheit. Mit der Zeit nahm die Entwicklung aber immer bedrohlichere Formen an.
Die beiden mächtigsten Krieger-Großfamilien waren die Taira und die Minamoto, die im Laufe des 11. und 12. Jahrhunderts ganze Landstriche unter ihre Kontrolle brachten. Im Jahr 935 demonstrierten die Samurai das erste Mal gegen den Kaiser. Sie wurden von Masakado Taira geführt. Er setzte sich schließlich mit seinen acht eroberten Provinzen vom Kaiserreich ab und ernannte sich selbst in seinen Gebieten zum Kaiser. Nach fünf Jahren des Kampfes konnte die Ordnung in diesen Gebieten wieder unter die Führung des Kaisers gelegt werden. Das hatte er den verbündeten Samurai zu verdanken, der Familie Minamoto.
Um aufständige Samurai-Familien wirksam entgegentreten zu können, musste die Regierung andere Samurai-Familien um militärische Unterstützung ersuchen und sie entsprechend entlohnen.
Schon immer hatte es also zwischen einzelnen Kriegerfamilien heftige Rivalitäten und blutige Auseinandersetzungen gegeben. Die Samurai wurden dann im Laufe der Zeit in zwei große Lager gespaltet. Es waren die regierungsfreundliche Minamoto und die regierungsfeindliche Taira.
Während des 12. Jahrhundert geschah es dann, dass diese Familien immer wieder neue Feldzügen und Schlachten durchführten, worunter die gesamte Bevölkerung Japans leiden musste und sogar die Regierung wurde vollständig vernichtet. Es war ein grausamer und blutiger Kampf um Macht und Besitz. Die Taira behielten die ganze Zeit über die Oberhand. 1159 kam es dann endlich zu einem entscheidenen Kampf Mitten in Kyoto. Der Sieger, Kiyomori Taira, machte danach mit den besiegten Minamoto kurzen Prozess. Ihre gesamten Anführer wurden hingerichtet. Er entmachtete kurzer Hand die Regierung, wobei er den Kaiser unangetastet verweilen lies und nur die Minister entmachtete. Kurz darauf erlangte er das höchste Regierungsamt und führte mit eiserner Hand seine Pläne durch. Der erste Erfolg war die Hochzeit zwischen seiner Tochter und dem Kaiser, womit er die Macht seiner Familie sicherte. 1180 wurde dann sein dreijähriger Enkel Antoku der 81 Tenno Japans. Aus den östlichen Provinzen, den neuen Machtbasen der Minamoto, griffen kurz vor seinem Tod dann die Minamotos an. Obwohl sie sich gegen den Niedergang ihrer Macht verzweifelt zur Wehr setzten, erlitten die Taira dank der überlegenen Taktik der Minamoto Niederlage um Niederlage. Man nennt diesen Kampf den Gempei-Krieg und er dauerte von 1180 bis 1185. Die Minamotos gingen als Sieger aus diesem Krieg hervor. Yoritomo Minamoto, der neue Machtinhaber Japans, wollte die Macht der Samurai auf Dauer sichern. Der Tenno sollte zwar das göttliche Sinnbild des Landes bleiben, aber die weltliche Macht sollte für immer in den Händen der Samurai liegen. Er ergriff eine Reihe einschneidender Maßnahmen. Zum Beispiel baute er sein Armee-Hauptquartier, das zu dieser Zeit noch das kleine Fischerdorf Kamakura war, zur glanzvollen Residenzstadt aus und ließ sich dort nieder. Kamakura liegt nordöstlich von Kyoto und ist über 300 Kilometer Luftlinie von Kyoto entfernt. Die alte Welt des Kaiserhofes und das neue Machtzentrum der Samurai sollten nun für immer voneinander getrennt sein. 1192 ernannte der amtierende Tenno Yoritomo zum Shogun. Von nun an war der Shogun der unbestritten mächtigste Mann im Land. Es war der ranghöchste Samurai und der leitende Minister in einem. Um seinen politischen Plänen Geltung zu verschaffen, schuf Yoritomo in Kamakura eine neue Reichsverwaltung, das sogenannte Bakufu. Das Bakufu war eine Militärregierung, an deren Spitze der Shogun stand. Wie er waren auch die meisten seiner Minister oder deren engste Mitarbeiter Samurai. Er schuf außerdem in jeder Provinz zwei neue Ämter: den Militärgouverneur (jap. Shugo), der für alle Militär- und Polizei-angelegenheiten in seinem Bereich zuständig war, und den militärischen Landverwalter (jap. Jito), dem unter anderem die Kontrolle von Steuern und Abgaben zugeteilt wurde.
Nicht mehr der zivile Hofadel lenkte fortan die Geschicke des Landes, sondern der kriegerische Schwertadel- die Samurai.
Sein Ende fand die Militärregierung 1333 als ein Heer aufständischer Samurai die Stadt stürmte und die in die Enge getriebene 800 Gefolgsleuten des Shoguns feierlich Selbstmord beging.
Die Ashikaga-Shogune, die als Sieger aus dem Kampf hervorgingen, ließen das zerstörte Kamakura hinter sich und zogen mit dem gesamten Bakufu in das kaiserliche Kyoto um. Um mit dem Hofadel gleichziehen zu können, ließen sich der Shogun und die Samurai prunkvolle Häuser bauen, nahmen an Empfängen, Festen und Theateraufführungen teil und vernachlässigten deswegen die Regierungsgeschäfte. Die Militär-gouverneure begannen kurz darauf ihre eigene Politik zu betreiben, da sie von niemanden mehr Befehle erhielten. Im Laufe des 15. Jahrhunderts verhielten sich viele der örtlichen Machthaber wie selbstständige Fürsten (jap. Daimyo). Sie unterhielten eigene Samurai-Truppen und überfielen ihre vermeintlichen Feinde und Nachbarn. Diese "Zeit des kämpfenden Landes" (goku Jidai) dauerte von 1478 bis 1577. Zu Beginn dieses Krieges gab es in Japan etwa 260 Daimyo. Diese Zahl schrumpfte, weil es immer häufiger vorkam, dass Untergebene ihre Daimyo, denen sie eben noch Treue geschworen hatten, ermordeten oder vertrieben und sich an ihre Stelle setzten.
Um die Mitte des 16. Jahrhundersts sah es so aus, als werde das vom Bürgerkrieg geschüttelte Kaiserreich für immer in Teilstaaten auseinanderbrechen. Ein kleiner und eigentlich unbedeutender Daimyo, Oda Nobunaga, änderte dies. Mit ungewöhnlichen Einfällen und grausamer Entschlossenheit gelang es ihm in wenigen Jahren die Landesmitte mit der Hauptstadt Kyoto in seine Gewalt zu bringen. 1573 jagte er den letzten Ashikaga-Shogun aus dem Amt. Später setzte General Hideyoshi Toyotomi mit rücksichtsloser Geradlinigkeit seine Vorhaben fort.
Im Jahr 1600 vernichtete Ieyasu Tokugawa in einer blutigen Schlacht das letzte Aufgebot seiner Gegner. Drei Jahre später ernannte ihn der Kaiser zum Shogun. Damit begann für Japan die Tokugawa-Periode, eine Zeit, die dem Land 250 Jahre Frieden bescheren sollte. Um jede Art von Unbotmäßigkeiten bereits im Keim zu ersticken, ergriffen die neuen Männer, also Tokugawa und seine Nachfolger, einschneidende Maßnahmen. Sie untersagten dem Kaiser und dem Hofadel mit seinen ewigen Intrigen jede politische Betätigung. 1615 erließ Ieyasu dann eine neue Verordnung, mit der die Rechte des Tenno drastisch eingeschränkt wurden. Um die politische Macht in den Händen der Kriegerkaste dauerhaft zu sichern, besetzte Ieyasu alle Schlüsselpositionen im Land mit ihm treu ergebenen Samurai.
An der Spitze der Staatsorgane stand also der ranghöchste Samurai, der auch gleichzeitig das Amt des Shoguns inne hält. Er hatte seinen Amtssitz in Edo, dem heutigen Tokio. Von dort herrschte er über das gesamte Land wie ein absoluter Monarch. Unter dem Shogun rangierte die Militärregierung, das Bakufu, auch deren Mitglieder waren Samurai. Aufgabe des Bakufu war es, die Weisungen des Shogun in praktische Politik umzusetzen und im ganzen Land seine Befehle gelten zu lassen. Nächst standen die Daimyo. Ihnen war es vergönnt die 260 Provinzen des Landes zu verwalten und zwar nach den Richtlinien des Bakafu, dem sie strenge Rechenschaft schuldeten und von dem sie auch jederzeit abberufen oder in eine andere Provinz versetzt werden konnten. Die Samurai unterstanden meist den Daimyo und lebten in den Provinzen oder direkt in oder vor der Burg ihrer Herren. Die Samurai übernahmen die Pflichten, die sie von den Daimyo zugeschrieben bekamen, dass heißt sie dienten in der Polizeitruppe, als Leibgarde oder sie waren in der Burgaufsicht eingeteilt. Die meisten Samurai aber leisteten zivile Aufgaben, wie zum Beispiel die Verwaltung der Ländereien oder die Steuerzahlungen. Man würde sie wohl heute als Beamte bezeichnen können, jedoch fühlten sie sich noch immer als Krieger.
Die Bevölkerung wurde zu dieser Zeit in vier Stände eingeteilt: die Samurai, die Bauern, die Handwerker und die Kaufleute, wobei die Samurai die ranghöchsten waren.
1853 zwangen amerikanische Flotten Japan dazu sich nach 200 Jahren wieder für den Rest der Welt öffnet. Die Regierung konnte den Flottengeschwadern, die ganz Japan umzingelten, nichts mehr entgegensetzen. 1854 schloss Japan Freundschaftsverträge mit den USA, England und Frankreich. Im Jahr 1855 dann auch mit Russland und Holland. 1858 folgten diesen Verträgen dann auch Handelsverträge. Die Lage im Lande spitzt sich zu. Während die einen davon überzeugt waren, dass die Öffnung eine Chance zur Modalisierung war, wollten andere die Fremden so schnell wie möglich wieder verabschieden. Sie forderten, dass die Regierung wieder an den Tenno zurück geht. Die folgenden Jahre über befand sich Japan dann wieder in einem kleinen Kampf. Während die Öffnungsfeindlichen immer mehr Touristen attackierten, rächten sich die Mächte, indem sie 1863 die Stadt Kagoshima in Brand steckte und 1864 die Forts von Shimonoseki zerstörten.
1866 starb Kaiser Komei. Er war die Leitfigur des Wiederstandes und starb im Alter von nur 35 Jahren. Sein Nachfolger wurde sein erst 15 jähriger Sohn Mutsuhito. Unter den schweren Druck der ausländischen Mächte musste das Bakufu einer Senkung der Zölle zustimmen. Das führte dazu, dass sich im Süden eine Armee der kaiserlichen Samurai sammelte und zur Hauptstadt zogen. Am 14. Oktober 1867 verzichtete der Shogun, der das Spiel verloren sah, auf sein Amt. Am 3. Januar 1868 übernahm es dann der jungen Kaiser. Es war auch gleichzeitig das Ende der Samurai, die fast 700 Jahre über Japan herrschten. Kaiser Mutsuhito wollte mit seiner Meiji Regierung (aufgeklärte Regierung) Japan weit öffnen um mit den Weltmächten konkurrieren zu können.
Im kommenden Jahr versuchte dann der abgetretene Shogun das zu verhindern. Mit 100.000 Kriegern zog er nach Kyoto. Die Truppen des Ex- Shoguns kämpften mit Schwert, Lanze, Pfeil und Bogen. Die kaiserliche Armee wehrte sich jedoch mit europäischen Gewähren.
Das endgültige Ende der Samurai war im Januar 1873 als die Wehrpflicht eingeführt wurde. Zwischen 1873 und 1876 strich der Staat ihnen ihre Gehälter, die sie erst 1869 zugesichert bekamen. 1876 wurde dann das Tragen der Schwerter verboten. Die Samurai wehrten sich verzweifelt 1874, 1876 und 1877 gegen diese Beschlüsse entweder in kleineren oder größeren Gruppen. Alle Angriffen waren aber ohne einen Erfolg. 1889 trat die neue Verfassung dann in Kraft, die deutlich machte, dass die Samurai-Herrschaft entgültig beendet war.

Das Leben der Samurai

Der Samurai sollte "ruhig wie der Wald, unbewegt wie der Berg, kalt wie der Nebel, schnell im Entschluss wie der Wind und im Angriff heftig wie das Feuer" sein.
Endscheidend für das Gefühl der Zusammengehörigkeit war ein gemeinsamer Traum: der Traum vom perfektem »ritterlichen« Menschen. Es war das selbstverständliche Ziel eines jeden Samurai. Für den langen Weg dass zu erreichen prägten sich die Samurai einen Begriff ein: Bushido, der "Weg des Krieges". Es war das moralische Grundgesetzt der Samurai und bedeutete, dass vor allem der Erwerb und die Ausübung dreier grundlegenden Tugenden, die Treue, das Pflichtbewusstsein und der Mut wichtig waren. Die Treue (chugi) stand für die Treue zum Herrn. Es bedeutete seinem Herrn unter allen nur erdenklichen Umständen die Treue zu halten. Aus dem Pflichtbewusstsein (giri) kann man sehr viele moralische Forderungen ableiten. Zum Beispiel die Pflicht zur Selbsterziehung, dass sich wieder aus drei Forderungen bildete: die Aufrichtigkeit, dass heißt unter keinem Umständen lügen oder verleumden oder gar hinterhältig handeln. Die Bedürfnislosigkeit bedeutete, dass man Geld verachtete und Besitz und andere Annehmlich-keiten des Lebens ablegte. Die Gebote der Schicklichkeit zu beachten, dass man Bescheidenheit zeigte, seinen Gleichmut bewahrte, schweigsam war und nie Freude oder Schmerz zeigte, waren die Anforderungen des Anstandes. Pflichtbewusstsein hieß aber auch, dass man gewisse Pflichten im Umgang mit anderen einhallten musste. Das heißt, dass man immer seinen Vorgesetzten, Eltern, älteren Brüder und Ahnen ehren musste. Man musste Höfflichkeit gegen jedermann ausüben und Mitgefühl für Menschen in Not haben. Man sollte auch immer seine Feinde achten, was für die Samurai sehr wichtig war. Die dritte Grundtugend ist der Mut (yu). Immer Kühnheit im Kampf zeigen und Unerschrockenheit im Zivilleben bewahren. Diese Tugend des Mutes wurde vom chinesischen Philosoph Konfuzius übernommen. Nach Konfuzius darf ein Krieger niemals zögern. Auch nicht, wenn er sein Leben verlieren könnte, denn eine wichtige Lehre des Bushido war, dass "Rechttun alles ist, das Leben dagegen nichts". Es bedeutet, dass das Brechen eines Gebotes schwerer wog wie der Tod.
Die wichtigsten Samurai-Texte wurden etwa um 1700 zu einer Sammlung zusammengesetzt. Sie wird Hagakure genannt.
Die persönliche und die Familienehre galt ihnen alles. Unehrenhaft zu handeln bedeutet tiefste Schande, die schwerer wog als das Leben.
Die Erziehung zu einem Samurai begann schon im Kindesalter.
Dem Jungen wurden Geschichten von starken und unerschrockenen Samurai erzählt, die den Wunsch wecken sollten, auch zu einem Samurai zu werden. Die praktische Erziehung begann dann auch schon relativ früh. Die Erziehung war zwar sehr liebevoll, aber für heutige Verhältnisse übermäßig streng. Der Junge sollte schon früh lernen sich und seinen Körper zu beherrschen. Schon ein kleiner Junge durfte keinen Schmerz oder Leid zeigen. Er sollte eiserne Disziplin erlernen. Während man ihm Selbstkontrolle, Härte und Furchtlosigkeit lehrte, unterrichtete man ihn auch gleichzeitig im Umgang mit Waffen. Im Alter von fünf Jahren begann die Ausbildung mit den Waffen mit einer kleinen Feierlichkeit, bei dem der Junge symbolisch eingekleidet wurde und mit einem Schwert umgürtet wurde. Er lernte als erstes das Schwimmen, Reiten und die Selbst-verteidigung ohne Waffen, dass Jiu-Jitsu. Nach dem Grundunterricht wurde ihm das Bogenschießen, der Speekampf und das Fechten gelehrt. Mit 15 war dann die Ausbildung beendet. Das Gempuku, die Aufnahmezeremonie, begann mit dem ablegen des kindlichen Namen. Der Samurai bekam seinen endgültigen Namen und legt den Namen, den er als Kind trug, ab. Danach rasierte man ihm seinen Vorderkopf. Seine Haare wurden zur Mage zusammengebunden. Eine Mage war der typische Samuraizopf. Die Haare des Hinterkopfes wurden mit Pomade getränkt und nach vorne gebogen. Danach bekam er seine zwei Schwerter. Als letztes bekam er die Lackmütze für den Alttag (eboshi) und die spitze Mütze für feierliche Anlässe überreicht.
Die meisten Samurai Jungen besuchten private Schulen. Hochrangige Samurai, die Daimyo und vor allem der Shogun schickten ihre Kinder auf Eliteschulen. Sie lehrten neben verschiedenen Kampftechniken die chinesische Philosophie Konfuzius und naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik, Medizin und Arzneikunde. Ebenfalls wurde ihnen Schönschreibung, Dichtung und Musik gelehrt.
Samurai tragen in der Schlacht eindrucksvolle Rüstungen, dazu oft phantastische Helme, die sie aussehen lassen wie riesige Insekten. Außerdem tragen sie furchterregende Masken aus Leder. Ihre Kampfweise ist wild und ungestüm, so als ginge der Tod sie nichts an.
Die Rüstung an sich, war eine sehr originelle Schöpfung von höchster japanischer Waffenschmiedekunst. Die japanische Rüstung ist nicht zu vergleichen mit der europäischen Ritterrüstung. Die Rüstung der Samurai bestand aus mindestens dreiundzwanzig Einzelteilen. Sie wurden locker übereinandergezogen, wie die Zeichnungen belegen.
Der Rumpf wird mit den Do, einem Wams aus zusammengeknüpften Stahlplättchen, geschützt. Arme und Beine werden mit metallbesetzten Ledermanschetten geschützt. Eine solche Rüstung wog ungefähr 25 Pfund. Der Samurai war perfekt geschützt und konnte dennoch gut rennen, springen und klettern.
Das japanische Schwert ist leicht gebogen und leichter wie das europäische Schwert. Durch seine elegante Klinge, die reich dekorierte Schneide und der Griff, der mit bunten Seidenschnüren umwickelte wurde, ist es wohl das schönste Schwert der Welt. Die Klingen wurden nur von Meistern der Schmiedekunst in wochenlanger Arbeit hergestellt und waren sehr scharf. Sie verwendeten Eisensorte verschiedener Härtegrade um es so noch stabiler zu machen. Es gab vier unterschiedliche Samurai-schwerterarten. Sie waren in zwei Schwerterpaare unterteilt. Das Tachi gehörte zur Rüstung und war ein Langschwert mit überlangem Griff, um er mit beiden Händen führen zu können. Es wurde mit Schnüren am Gürtel befestigt und links getragen. Das Tanto war das zweite Kampfschwert. Es war ein etwa 30 Zentimeter langer Dolch, der immer griffbereit vorn am Gürtel getragen wurde. Die beiden "zivilen Schwerter" werden am Gürtel getragen. Das Katana ist das Langschwert, dass im Gegensatz zum Tachi keine Befestigungshilfen besitzt. Das Wakizashi ist ein größeres Schwert wie das Tanto, aber stimmt sonst mit ihm überein.
Das Schwert zeichnete den Samurai aus und machte erkenntlich, dass der Samurai zu dieser Gesellschaftsschicht gehört. Das Schwert war für den Samurai ein Zeichen seiner Ehre und Würde. Ein Samurai ist sehr selten ohne seine Schwerte unterwegs. Sogar bei sich zu Hause legte der Samurai nur sehr selten sein Wakizashi ab. Die Schwerter lagen, wenn der Samurai sie doch mal ablegen sollte, in einem verzierten hölzernen Gestell stets griffbereit.

Neben dem Schwert kämpfte der Samurai auch mit Lanzen, Pfeilen und dem Bogen. Der japanische Bogen ist zirka 200 Zentimeter lang und asymmetrisch. Der Spannpunkt, also der Punkt wo der Pfeil abgeschossen wird, liegt weit unterhalb der Mitte. Er wird aus feinstem Bamubsholz angefertigt und die abgeschossenen Pfeile können eine Reichweit von mehr als 300 Meter erreichen. Die Pfeile trug der Samurai in einem kastenförmigen Köcher auf dem Rücken. Die Pfeile, der Samurai trug etwa fünfundzwanzig mit sich, war ein Meter lang, gefiedert und ihre Stahlspitzen waren sehr scharf geschliffen.
Im Laufe des 14. Jahrhunderts, als es viele Fußkämpfe gab, kam die Lanze als Hauptwaffe des Samurai auf. Es war, wie alle japanischen Waffen, von höchster Qualität. Die Stange war aus erstklassigen Holzsorten und die elegante Stahlspitze wurde von Meistern der Schmiedekunst angefertigt. Die einfache Lanze hieß Yari und hatte eine lange gerade Spitze mit zwei scharfen Schneiden. Am anderen Ende der Lanze befand sich eine zweite kürzere Spitze, sodass man beidseitig kämpfen konnte. Die Yari wurde oft abgewandelt zum Beispiel mit abgeschmiedeten Haken, Messer oder Beile. Eine zweite Art von Lanzen war die Naginata, die Schwertlanze. Sie besaß eine klingenförmige Spitze.
Eine wichtige Rolle im Leben eines Samurai spielte auch der Tod. Wenn ein Samurai seine Ehre verlor, zum Beispiel durch eine Niederlage, wählte er den Selbstmord, anstatt sich gefangen nehmen zu lassen. Er nahm sein kurzes Schwert, stach sich in den linken Bauchbereich und zog sein Schwert nach rechst und kurz zum Abschluss nach oben. Wenn ein Samurai in Gefangenschaft geriet, so stand ihm immer frei den Selbstmord zu wählen. Es wurden bald richtige Zeremonien veranstaltet. Der Samurai kleidete sich in einem weißen Kimono. Er setzte sich und von den Gesten wurde strikte Zurückhaltung und Ruhe verlangt. Vor ihm lag das Kurzschwert mit dem er sich langsam den Bauch aufschnitt. Wenn er wegen dem hohen Blutsverlust Ohnmächtig wurde, so schlug ihm ein gewählter Freund den Kopf ab. Ein paar Minuten saßen die geladenen Freunde noch an der Seite und verließen dann stumm und leise den Raum. Diese Art des Selbstmordes wurde Harakiri genannt, es bedeutet soviel wie "Bauch schneiden".



japanische Vokabeln/ Wörter
Als kleinen Zusatz gehe ich hier noch einmal auf die japanische Sprache ein. In der linken Spalte stehen die japanischen Begriffe in Romanji geschrieben, dass heißt mit lateinischen Buchstaben. In der rechten Spalte stehen die jeweiligen deutschen Übersetzungen. Neben manchen Begriffen findet man auch die Kanjis.

Anreden
san Normal höfliche Anrede, bei Fremden zum Beispiel
sama Äußerst höfliche Anrede, bei Leuten mit sozial höherer Stellung
chan/ kun Beides Verniedlichungen z.B. für Kinder, -chan für Mädchen und -kun für Jungen
sempai Anrede für einen älteren Schüler
sensei Das benutzt man in Japan für Lehrer jeglicher Art, Politiker, Ärzte, etc.
neesan/ niisan Anrede für ältere Schwester (-neesan), bzw. älteren Bruder (-niisan),
jüngere Geschwister: nur Vornamen (oder -chan, -kun)
kouhai niedrigeren (Arbeits-)Rang


Begrüßung/ Verabschiedung
Konnichi wa Hallo, guten Tag
Hoi Hallo
Konban wa Guten Abend
Dewa mata Tschüss (umgangssprachlich)
Sayonara Leb wohl
Ohayo Guten Morgen
Oyasumi nasai Gute Nacht
ja ne Tschüss, also dann...


Nützliches
Hai/ aa Ja
Arigato Danke
Gomen (nasai) Entschuldigung oder entschuldigen Sie vielmals
Daihoubu Mir geht es gut
Kawaii Niedlich
Tadasii Richtig
Ittoshi mögen
Ya/ iie Nein
Kowaii Erschreckend, fürchterlich
Magigatte'iru Falsch
Shimatta Verdammt!
Demo Aber
Owari Ende (bezogen auf einen Text)
Bishojo Hübsches Mädchen
Bishonen Hübscher Junge


Zahlen und Farben
Ichi 1
Ni 2
San 3
Yon 4
Go 5
Roku 6
Nana 7
Hachi 8
Kyu 9
Yuu 10
Aoi Blau
Aka Rot
Kiiro Gelb
Chairoi Schwarz
Shiroi Weiß
japanische Politik
Der Japanische Kaiser (Tenno)

Japanische Geschichtsbücher sagen aus, dass der erste japanische Kaiser im Jahr 660 vor Christus gekrönt wurde. Es ist aber zu vermuteten, dass dies erst einige Jahrhunderte später geschehen ist. Außerdem erklären sie das dieser Kaiser direkter Nachfahre der Sonnengöttin aus dem shintoistischen Glaube sei. Man nimmt an, dass alle Kaiser von der gleichen Familie abstammen.
Eine wichtige Aufgabe ist es, für den Tenno, kaiserliche Shintorituale durchzuführen. In der Geschichte Japans war die Macht eines Kaisers entweder stark beschränkt oder rein symbolisch, aber alle japanischen Führer, die Shoguns, respektierten die Präsent des Kaisers.
Während der Edo Periode (1600-1867) forderten nationalistische Gelehrte, dass der Kaiser wegen seiner göttlichen Abstammung wie ein Gott verehrt werden sollte und dass Japan daher anderen Nationen überlegen sei.
In der Meji Restauration wurde dies umgesetzt und bis zum zweiten Weltkrieg an Schulen gelehrt. Der Kaiser stand in dieser Zeit an der Spitze der Regierung und des Militärs. Über die effektive Gewalt verfügten jedoch Admirale und Generäle.
Die Nachkriegsverfassung von 1946 sagt aus, dass der Kaiser nur noch symbolische Bedeutung hat. Er nimmt heute an Zeremonien und diplomatischen Treffen teil, aber er besitzt überhaupt keine politische Macht mehr.
Seit 1989, ist Akihito der 125. Kaiser Japans. Seine Ehefrau heißt Michiko und ist die erste Kaiserin, die nicht aus adeligen Kreisen abstammt. Akihito lernte Michiko beim Tennisspielen kennen; ihre Liebesgeschichte ist wohl die berühmteste unter den Japanischen Liebesgeschichten.

Das Japanische Politikwesen

Legislatur - Das japanische Parlament heißt Diet. Es besteht aus zwei Kammern, dem Unterhaus (500 Sitze) und dem Oberhaus (252 Sitze). Die Mitglieder des Diets werden vom Volk gewählt, während der Diet den Premierminister ernennt.
Exekutive - Das Kabinett wird vom Premierminister angeführt. Japans Premierminister ist Junichiro Koizumi. Das Kabinett besteht aus 20 weiteren Ministern, die vom Premierminister ernannt werden und meistens Mitglieder des Diets sind.
Judikative - Das höchste Gericht ist der Oberste Gerichtshof. Andere Gerichte sind Bezirksgerichte, Familiengerichte und andere. Richter werden vom Kabinett gewählt.
Wahlen - Das Mindestalter für das Stimmrecht ist 20 Jahre. Frauen können seit dem 2. Weltkrieg an Wahlen teilnehmen und abstimmen. Für das Unterhaus finden Wahlen alle 4 Jahre statt, für das Oberhaus alle 3 Jahre wird die hälfte des Oberhauses gewählt. Weitere Wahlen werden für die Präfektur- und Gemeinderegierungen durchgeführt.
Der Kaiser übt keine politische Macht aus, sondern ist ausschließlich ein Symbol des Staates.

Die Grundlinien der japanischen Außenpolitik

Japan nimmt, seitdem Amtsantritt von Ministerpräsident Koizumi, an friedenserhaltenden Maßnahmen der Vereinten Nationen (VN) teil. Das Land beteiligt sich außerdem mit großem Interesse an der Förderung der Friedensprozesse in Afghanistan, Nahost, Ex-Jugoslawien und in Ost-Timor und bemüht sich um einen festen Platz im VN-Sicherheitsrat. Die Terroranschläge auf die USA am 11. September 2001 haben innenpolitisch zu einer sicherheitspolitischen Wende und einem Umdenkungsprozess der Außenpolitik geführt. Das Parlament hatte im Herbst 2001 zwei Gesetzte verabschiedet. Artikel 9 im Kapitel II der Verfassung vom 3. Mai 1947 besagt, dass das Militär Japans nur die Rolle der Selbstverteidigung inne hält und das Japan auf jegliche Art der Kriegsführung verzichtet. Durch die "Sondergesetzte gegen den Terror" vom September 2001 kann das Militär jetzt logistische und sanitätsdienstliche Unterstützungs-, Such- und Rettungsmaßnahmen durchführen.

Self Defense Force

Die Verfassung verbietet Japan, Krieg zu führen oder eine Armee aufrechtzuerhalten. Doch während der Besatzung Japans durch die Alliierten (1945-1952), strebten die Vereinigten Staaten und konservative Japaner allerdings danach, Japan wieder aufzurüsten. Es wurde beschlossen, dass eine Armee, die nur für die Selbstverteidigung des Landes gedacht sei, nicht gegen die Verfassung verstoßen würde. Daher wurde 1950 die japanische "National Police Reserve" geschaffen, um die US Truppen, die in den Koreakrieg verschoben wurden, zu ersetzen. Die "National Police Reserve" wurde 1954 von der japanischen Regierung in die "Self Defense Force" transformiert. Grosse öffentliche Demonstrationen begleiteten diese Entwicklungen.
Die Self Defense Force erhält nur etwa 1% des gesamten Budgets Japans. Ihre Zwecke sind das Aufrechterhalten von Friede, Ordnung und Sicherheit, sowie Japans Unabhängigkeit. Die Armee besteht aus etwa 250'000 Mitgliedern und der Militärdienst ist freiwillig.
Die Self Defense Force ist in drei Abteilungen unterteilt: das Heer (Ground Self Defense Force); die Marine (Maritime Self Defense Force) und die Luftstreitkraft (Air Self Defense Force).

Die Beziehung Japans zu den USA

Der "Japanisch- Amerikanische Sicherheitsvertrag", sowie die Beziehung zu den USA allgemein, sind Grundpfeiler der japanischen Außen- und Innenpolitik. Präsident Bush betreibt die amerikanische Asienpolitik wieder stärker und Japan legt großen Wert auf die amerikanische Unterstützung in der Innenpolitik. Ausdruck des japanischen Bemühens, sich als solidarischer und verlässlicher Partner der USA darzustellen, war auch die sicherheitspolitische Neuorientierung nach dem 11. September.

Die Rolle Japans in Asien

Japan betreibt im asiatisch-pazifischen Raum eine aktive Politik, die seit Juli 1994 einen "multilateralen Sicherheitsdialog" einschließt, an dem die ASEAN-Staaten und deren Dialogpartner im ASEAN Regional Forum (ARF), Russland, China und Papua-Neuguinea, teilnehmen.
Finanziell ist Japan größter Unterstützungsgeber für die von der regionalen Wirtschaftskrise betroffenen Länder, besonders für Indonesien. Im Januar und im April 2002 besuchte Ministerpräsident Koizumi Australien und Neuseeland, die wichtigsten ASEAN-Staaten. Japan bemüht sich, dass China, durch großzügige Kooperationsangebote besonderst an die südostasiatischen Staaten, eine Führungsrolle im asiatischen Raum erhält.

Die Beziehung Japans zu China

Das politische Verhältnis Japans zu China wurde in der letzten Zeit durch die Zulassung von japanischen Schulbüchern, die die Kriegsvergangenheit verharmlosen, deutlich negativ beeinflusst. Ministerpräsident Koizumi konnte mit seinen Besuchen in Peking und Seoul im Herbst 2001 und Anfang 2002 aber zum Abbau dieser Spannungen beitragen. Die Volksrepublik China, mit der seit 1972 diplomatische Beziehungen bestehen, stellt die größte außenpolitische Herausforderung dar. China hat sich zum wichtigsten Wirtschaftspartner Japans entwickelt und erhält über 50% seiner Entwicklungshilfe aus Japan. 2002 wurde dieser Betrag jedoch um 10% gekürzt. Nach dem Besuch des japanischen Kaisers in der Volksrepublik China 1992 und den gegenseitigen Besuchen der Ministerpräsidenten 1998, 1999 und 2000 wurden hochrangige politische Kontakte und wirtschaftliche Zusammenarbeit zügig ausgebaut. Aus japanischer Sicht muss auch im Interesse der regionalen Stabilität die chinesische Reformpolitik unterstützt und eine Isolierung Chinas vermieden werden.

Die Beziehung Japans zu Korea

Nach dem Besuch von Präsident Kim Dae Jung im Oktober 1998 besserten sich die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Südkorea. Zusammen mit Südkorea und den USA führt Japan auch einen ständigen Sicherheitsdialog über die Lage in Nordkorea. Japan beteiligt sich außerdem an Nahrungsmittellieferungen an Nordkorea sowie an der Korean Energy Development Organisation (KEDO). Das Land unterstützt die "Sunshine"- Politik von Kim Dae Jung gegenüber Nordkorea. Zukünftig soll ein Freihandelsabkommen die wirtschaftliche Verflechtung voranbringen.
Die historische Belastung der Beziehungen ist nach wie vor erheblich und muss durch ständige Bemühungen beider Seiten weiter reduziert werden, um den weiteren Ausbau einer konstruktiven Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Durch die nordkoreanische Raketenrüstung, die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, die Reparationsforderungen und angebliche Entführungsfälle von Japanern nach Nordkorea bleibt das Verhältnis zu Nordkorea belastet.

Die Beziehung Japans zu Russland

Japan ist interessiert an einer politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung Russlands. Die Beziehung wird aber auch bestimmt durch den weiterhin schwelenden territorialen Konflikt um die Süd-Kurilen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Sowjetunion besetzt worden.

Die Beziehung Japans zu dem Nahosten

Japan bezieht mehr als 80 % seiner Rohölimporte aus dem Nahen Osten und hat sich dort seit 1991 im multilateralen Friedensprozess engagiert. Seit 1996 hat Japan im Rahmen einer Vereinten Nation- Mission Soldaten seiner "Selbstverteidigungskräfte" zur Überwachung des Waffenstillstandes auf die Golan-Höhen entsandt. Japan unternimmt immer wieder Anstrengungen, auch politisch ein höheres Profil zu zeigen und sucht nach Möglichkeiten, seinen Beitrag zu einer Lösung des Konflikts zu erbringen.

Die japanische Verfassung
Die japanische Verfassung wurde 1946 unter Beteiligung der US-Besatzungsbehörde erarbeitet. Sie wurde durch die amerikanische Verfassung und durch englische Verfassungsrechte stark beeinflusst. Sie trat 1947 in Kraft und ersetzte die alte Meji- Verfassung von 1889. Die wichtigsten Neuerungen waren:
Die Geisha

Geishas sind keine Freudenfrauen (Prostituierte). Sie tragen traditionelle Künste vor und dienen dazu einen guten Eindruck für Geschäftspartner zu bringen, da sie meist an Banketts teilnehmen. Sie ziehen mit 17 Jahren in ein Maikohaus und lernen dort in harter Arbeit wie sich eine Geisha gut verhält. Sie werden zuerst zu Maikos, nur wenige Maiko schaffen den aufstieg zu einer Geisha. Sie schminken sich sehr bleich und sind heute meist nur noch in Kyoto auffindbar. Geigo heißt Frau der Kunst und geisha ist die professionell ausgebildete Künstlerin.



Quellennachweis
Internet
ich gebe keine Garantie, dass die hier aufgeführten Seiten noch aktiv sind (da dieser Bericht Anfang 2004 geschrieben wurde)
japan-guide
akiramishima
Bevölkerung
Außenpolitik
angel-cage
wissen.de
Erdkunde-online
shoubu
Reisefieber
japan-tipp
Map
Map2
cocos-world Kimono
cocos-world Weisheiten
Kimono
uni-Leipzig Kimono
infojapan
yamagishi
onemission wie funktioniert Japan
economist
Weltpolitik Ostasien
Aufbau politischer Systeme
Auch alle Bilder sind Urheberrechtlich geschützt. Klar, dass ich nicht alle machen konnte und sie alle von mir sind.
Jedes Bild ist daher mit einem Link versehen, dieser Link führt zu externen Seiten!!

Bücher und Lexika
Was ist Was Band 94 - Samurai Ritter des Fernen Ostens
GU - Asia Küche
Universal Lexikon von A-Z 2004