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Meine eigenen Zuchtversuche

Im Herbst 2002, habe ich zum ersten Mal Nistkästen aufgehängt, damals hatte ich so um die 16-18 Wellis...ich betrieb in meiner Aussen/Innenvoliere Koloniebrut, anders ging es nicht, ich stellte schnell fest das ich zu wenig Kästen hatte.

Ich füllte alle Kästen mit etwas Sägespäne und nach knapp einer Woche ging es los, der Eiersegen begann.Es verlief eigentlich alles normal. Etwas Keiferei zwischen den Hennen, aber alles noch in der Norm.

Ich fütterte alles mögliches an Obst, Grit Gemüse, Salat, Keim- und Quellfutter, diverse Saaten und Eifutter.

Sie brüteten mehr oder weniger 18 Tage, es schlüpften alle Küken und sie wurden auch toll gefüttert. So um die 21 Tage alt starben sie, einer nach dem anderen. Ich brachte zwei tote Küken nach München in die Vogelklinik zum Untersuchen, sie stellten nichts fest. Komisch dachte ich mir, schob das Kükensterben auf die Kälte.

Im Frühjahr nächster Versuch....

Ich fing zwei Päärchen raus und setze sie in zwei Käfige , hängte Nistkästen ran und stellte sie nach oben ins Gästezimmer. 3 Wochen lang passiert gar nichts.

Also liess ich sie wieder in die Gemeinschaftsvoliere raus und hängte die Kästen wieder rein. Keine drei Tage später das erste Ei, das erste Gezanke um die Kästen, es waren mehr Wellis geworden und nach wie vor zu wenig Kästen. Es verlief aber trotzdem alles recht normal, es wurden Eier gelegt, im Schnitt zw. 4 und 9 (!!). Ich überprüfe nie ob sie befruchtet sind, das merkt man dann schon, wenn sie schlüpfen oder auch nicht.

Nach 18 Tagen schlüpften die ersten, alles verlief normal, ich bangte auf den Tag 21, es passierte nichts, Wölkchens Küken (4 Eier zwei Küken, so blieb es auch) wuchsen besser und schneller ran als die von Madame Anna.

Ich fing wieder an zu grübeln.. Die Federn wuchsen nicht so toll, sonst war alles normal..

Dann fand ich eines Tages das Küken, das älteste von Madame Anna auf dem Boden total verletzt, kalt und schwach. Ich zeigte Madame Anna ihr verletztes Junges und sie ging wie ein Furie auf ihn los und hackte weiter. ich setzte es einzeln unter Rotlicht, aber es starb recht schnell an den schlimmen Verletzungen. Am nächsten Tag im Kasten das nächste Verletze, aber nicht ganz so schlimm, also mußte ich die Henne von den Jungen entfernen. Am Abend starb es dann.

Ich nahm die Küken aus dem Kasten, setze sie mit Mister Bean, dem Vater in einen Extra Käfig zum Füttern und grossziehen... 5 Küken mußte er durchbringen, inzwischen waren sie ja zwischen 3 und 4 Wochen, das gelang ihm auch recht gut.
Ich fuhr dann aber trotzdem mit der Familie in die Vogelklinik (VK) nach München-Oberschleißheim um das abklären zu lassen. Es wurde vermutet das es ein Gendefekt sei, die Mutter hat so reagiert weil sie merkte da etwas nicht stimmte und wollte die Jungen alle töten.

Inzwischen sind alle 5 groß und sogar schon verkauft, man darf/sollte mit ihnen zwar nicht züchten, aber lieb und sonst gesund sind sie trotzdem. Eienr von Ihnen ist Rupfi und dem sieht man schon noch was an, er hat einen rupfigen Bauch, aber sonst ist sie Putz-munter....

 

Diese Geschichte zeigt das Zucht auch mit Fachwissen nicht immer einfach ist, leider